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Marc Faber sieht Staatspleiten in Eurozone und langfristige Pleite der USA

Kategorien: News Asien | News Nordamerika | Top-Stories | Wirtschaftsdaten Europa | Datum: 14.01.2010

New York (BoerseGo.de) - Nach jeder Finanzkrise setzt eine Krise im Bereich der Staatsverschuldungen ein. Dies erklärte der bekannte Anlagestratege und Börsenguru Marc Faber gegenüber Tech Ticker. Jene Staaten die sich während der letzten Boomperiode übernommen haben, hätten erste Schwierigkeiten ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Daraus resultiere für einige dieser Länder irgendwann die Zahlungsunfähigkeit. Dazu würden vor allem Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien zählen. Eines oder mehere dieser Länder dürfte in den nächsten Jahren in Insolvenz geraten. Daraus könnte sich das Ende des Euro ergeben. Langfristig gesehen gehe er davon aus, dass auch Japan und die USA in Zahlungsunfähigkeit geraten. Die sich abzeichnende Krise für die USA komme nicht dieses oder nächstes Jahr zur vollen Geltung, aber das Land werde innerhalb von 5-10 Jahren wegen dem Drucken von Geld und der Zerstörung des Währungswerts nicht mehr in der Lage sein seine Schulden zu bezahlen.

Das Hauptproblem bestehe aus zwei Komponenten. So durch eine ballonartige Anhäufung von Schulden und die Kosten für künftige Zinsen.

Anhand von Charts aus Fabers Gloom, Boom and Doom-Report ist ersichtlich, dass die Staatsverschuldung der USA in den vergangenen Jahrzehnten durch die Decke ging. Eine besondere Verschärfung habe sich seit der Einbeziehung der beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac in die Bilanz des amerikanischen Staates eingestellt. Dieser Trend sei nicht aufrecht zu erhalten und könne nur durch eine schnelle Beschleunigung des Wirtschaftswachstums und der Steuereinnahmen zur Korrektur gelangen. Es gebe für die Regierung derzeit noch den Ausweg der günstigen Neuverschuldung, wodurch die Staatsverschuldung und das Defizit noch keine übertrieben hohe Belastung darstellt. Wenn sich jedoch die finanzielle Situation des Landes verschlechtert, werden die Zinsen vermutlich steigen. In diesem Fall droht die Zinsbelastung auszuufern.

Gemäß der Recherche Fabers zieht die USA 12 Prozent des Steueraufkommens für Zinszahlungen heran. Faber geht davon aus, dass dieser Anteil innerhalb der nächsten fünf Jahre auf 35 Prozent steigt. Dann sehe sich die Regierung zu Ausgabenkürzungen und verstärkten Drucken von neuem Geld gezwungen, führte der Experte weiter aus.

Marc Faber gilt im allgemeinen als Crash-Prophet und ist Herausgeber des Gloom Boom & Doom-Reports. Er sprach im Vorjahr nach dem 12-Jahrestief des S&P 500-Index vom 9. März 2009 eine richtige Kaufempfehlung für Aktien aus. Im Juli 2007 sagte der gebürtige Schweizer laut Wikipedia Konjunkturschwierigkeiten in den USA für das zweite Halbjahr 2007 und Zinssenkungen der US-Notenbank voraus. Ebenso prophezeite er richtig die Japan-Baisse, den Börsencrash von 1987, die Asienkrise und das Platzen der Technologieblase im Jahr 2000. Er gründete im Jahr 1990 die Investmentgesellschaft Marc Faber Ltd. mit Sitz in Hongkong.

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