BörseGo verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Online-Erlebnis anbieten zu können. Durch weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

ETFs: Indizes schlagen Fondsmanager

Kategorie: Aktuelle Nachrichten & Kommentare zu ETFs | Datum: 22.02.2009

Chart
realtime 90,002 0,89% mehr Optionen

Frankfurt (BoerseGo.de) - 2008 war bekanntlich eines der schlechtesten Jahre der Börsengeschichte. Noch schlechter war das Jahr aber für Aktienfonds, jedenfalls für das Gros der aktiv gemanagten Fonds, also solchen, deren Manager versuchen den breiten Aktienmarkt zu schlagen. Das geht aus einer Untersuchung der Beobachtungsfirma Morningstar hervor, die für 2008 wieder ein Rating der Deutschland-Aktienfonds durchführte. Dabei wurde das Abschneiden (Performance) von Fonds vergleichen, die ausschließlich in deutsche Aktien investieren.

Die Financial Times verweist darauf, dass bei der Untersuchung ein ETF auf deutsche Aktien, nämlich der iShares Dax von Barclays Global Investors (WKN: 593393, ISIN: DE0005933931), die meisten Fonds schlagen konnte. Laut Financial Times bot der ETF ein weitaus besseres Risiko-Ertrags-Verhältnis als die meisten aktiv verwalteten Konkurrenten, und das zu deutlich niedrigeren Kosten.

Die Liste wäre sogar voller passiver Indexfonds, unterstellt das Blatt, wären vergleichbare Angebote von Lyxor, DB X-Trackers oder ETF-Lab ebenfalls schon seit mehr als drei Jahren auf dem Markt - und damit für das Morningstar-Rating zugelassen. Nur die junge Geschichte der Anlageklasse ETF verhindert eine noch deutlichere Niederlage für die traditionellen Fonds, folgert der Bericht.

Das relativ gute Abschneiden der ETFs auf den DAX überrascht nicht, da das Gros der aktiv gemanagten Fonds seit vielen Jahren den Indizes hinterherhinkt. Das liegt am System. Bei den Fonds entstehen hohe laufende Kosten, die von der Entwicklung (Performance) abgezogen wird. Das beschränkt sich nicht nur auf die jährliche Managementgebühr, als Entschädigung für die Verwaltungskosten (einschließlich Gehalt der Fondsmanager, Kosten der Buchhaltung, des Vertriebs und des Marketings). Hinzu kommen auch die - nicht extra ausgewiesenen, also versteckten - Kosten, die bei den Aktienkäufen und -verkäufen des Fondsmanagers entstehen, also die sogenannten Transaktionskosten. Außerdem machen Fondsmanager, wie alle Menschen, Fehler. Sie verkaufen gerne bei fallenden Aktienkursen und kaufen dann wieder zurück, wenn die Aktien bereits wieder deutlich gestiegen sind.

Bei ETFs auf den DAX oder andere Indizes sind die Verwaltungs- und Transaktionskosten weit niedriger, da man sich den - sonst hochbezahlten - Fondsmanager spart. Der Ishares DAX kostet eine jährliche Managementgebühr von 0,15 Prozent. Der Spread, die Differenz zwischen Verkaufs- und Rückkaufskurs beträgt aktuell 0,21 Prozent.

Guidants

Sie wollten zur Unternehmenswebsite der BörseGo AG – hier entlang