Geschlossene Fonds powered by Fonds-Reporter

Wissen über geschlossene Fonds

Geschlossene Fonds werden zur Finanzierung von Großprojekten wie Immobilien oder Schiffen aufgelegt. Sie bieten Anlegern die Möglichkeit, sich mit einem verhältnismäßig geringen Kapitaleinsatz an einer Großinvestition zu beteiligen.

Geschlossene Fonds lassen nur eine begrenzte Anzahl an Investoren zu. Anteile können nur während des Emissionszeitraumes gezeichnet werden. Wenn das geplante Volumen erreicht ist, wird der Fonds geschlossen. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung oder zu einem festgelegten Zeitpunkt kann der Fonds wieder aufgelöst werden.

Eine außerplanmäßige Veräußerung ist oftmals nur über Zweitmarktplattformen möglich.

    FAQ geschlossene Fonds

  • Was ist die Besonderheit von geschlossenen Fonds?
  • Welche Arten von geschlossenen Fonds gibt es?
  • Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie im
    BörseGo Wissensbereich!

Beispiele für geschlossene Fonds

Schiffsbeteiligung

SchiffDer Anleger beteiligt sich mit einer bestimmten Summe an einer Schiffsgesellschaft. Aus diesem Eigenkapital der Anleger sowie dem aufgenommenen Fremdkapital wird ein Schiff finanziert und zu einer vereinbarten Tagesrate an ein Unternehmen verchartert.

In den meisten Fällen sind die Schiffe von Beginn an für 4 bis 8 Jahre verchartert. Da die Laufzeit des Schiffes jedoch länger ist, ist die Anschlusscharter für den wirtschaftlichen Erfolg der Beteiligung maßgeblich. Aus den Erlösen werden die Betriebskosten des Schiffes gedeckt, die Darlehen getilgt und die Ausschüttung an die Anleger gezahlt. Nach einer bestimmten Laufzeit wird das Schiff bei einer günstigen Marktlage veräußert. Daraus ergibt sich die Schlussbeteiligung für den Anleger.

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Umweltfonds

WindräderUmweltfonds bündeln das Geld von vielen Kapitalanlegern, um es in den Bereich regenerative/erneuerbare Energien zu in- vestieren. In der Regel sind die Projekte den Bereichen Windkraft und Solarenergie zuzuordnen.

Die Anleger werden Kommanditisten. Zudem wird rund die Hälfte des gesamten Kapitalbedarfs durch Bankdarlehen und Förder- mittel des Bundeswirtschaftsministeriums gedeckt. Marktüblich ist eine Vorsteuerrendite von 6-8 Prozent bei Windkraftfonds und ca. 10 Prozent bei Biomassefonds. Der Ertrag setzt sich aus den steuerfreien Ausschüttungen und Entnahmen und dem Erlös aus dem Wiederverkauf zusammen. Zudem entsteht in den Anfangsjahren ein negatives steuerliches Ergebnis.

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Containerleasing

ContainerDer Anleger erwirbt eine bestimmte Anzahl von Containern, deren Preis von der jeweiligen Größe abhängt. Die erworbenen Container werden über eine feste Laufzeit zu einem festen Mietsatz vermietet. Miethöhe und Mietdauer sind garantiert.

Am Ende der Vertragslaufzeit werden die Container dem Anbieter zu einem marktüblichen Preis zurückgegeben. Der Ertrag resultiert aus der Miete, die während der Laufzeit ausgeschüttet wird und dem Verkaufspreis, der am Ende der Laufzeit erzielt wird. Die Ausschüttungen erfolgen normalerweise quartalsweise und liegen bei ca. 3% (also ca. 12% pro Jahr). Die effektive Rendite liegt je nach individuellem Steuersatz zwischen 6 - 8% p.a.

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Immobilienfonds

Bauzeichnung Der Anleger beteiligt sich in der Regel an einer Großimmobilie. Dafür ist er an den Vermietungserfolgen und der Wertentwicklung der Immobilie beteiligt. Diese Sachwertinvestition ist im allgemeinen inflationsgeschützt. Die fortlaufenden Preissteigerungen führen langfristig zu höheren Mieterträgen. Der Wert von Immobilien hat sich in den letzten 40 Jahren mehr als versechsfacht. Der Wert des Geldes beträgt noch ein Drittel des ursprünglichen Wertes.

Im Gegensatz zur selbst erworbenen Vermietungsimmobilie hat man mit einer Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds keine Arbeit mit dem Objekt und keine mieterbezogenen Verpflichtungen. Gerade gewerbliche Großimmobilien an sehr guten Standorten bleiben jedoch wegen der finanziellen Größenordnung und der zeitaufwendigen Verwaltung in der Regel Banken, Versicherungen und Pensionskassen vorbehalten. Immobilienfonds erschließen diesen lukrativen Markt auch privaten Kapitalanlegern.

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Sonstige

Banktürme Neben den gängigen Beteiligungen an Schiffen, Immobilien, Private Equity oder Umweltprojekten bieten einige Emissionshäuser auch geschlossene Fonds anderer Branchen und Themen an.

Beispiel Flugzeugfonds: Das Flugzeug ist als Verkehrsmittel nicht mehr aus dem Alltag der Industriegesellschaften wegzudenken. Gemessen an ihrem Wert wird bereits ein Drittel des Welthandels von Industriegütern über Flugzeuge abgewickelt. Auch im Tourismus gewinnt der Luftverkehr zunehmend an Bedeutung. Der internationale Luftverkehr ist in den letzten Jahren bereits kräftig gewachsen. Auch wenn die Branche im Zuge der Finanzkrise einen Rückschlag erlitten hat, ist mittelfristig mit weiteren Zuwächsen zu rechnen. Bis 2015 gehen Branchenexperten von einem Wachstum der weltweiten Flugverkehrsleistung von 5 Prozent pro Jahr aus. Der Flugzeughersteller Airbus geht sieht bis zum Jahr 2028 einen Bedarf von rund 25.000 neuen Flugzeugen. Konkurrent Boeing sieht sogar einen Bedarf für 26.900 Verkehrsmaschinen.

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LV-Fonds

LV-Formular Lebensversicherungsfonds investieren über den Zweitmarkt in bereits bestehende Kapital- und Rentenversicherungen von renommierten Versicherungsunternehmen. Der Kaufpreis liegt immer über dem Rückkaufswert, jedoch deutlich unter dem eigentlichen "inneren Wert" der Police. Bei Kaufpreisermittlung wird die garantierte Versicherungssumme festgestellt. Unter Berücksichtigung der bereits erreichten Jahresboni, sowie des Schlussbonus einer vergleichbaren (gleiche Gesellschaft, gleiche Laufzeit) aber aktuell ablaufende Police, wird die voraussichtliche Ablaufleistung ermittelt.

Ein Großteil der Kapitallebensversicherungen, rund 200.000 Policen jährlich, werden vor Ende der Laufzeit veräußert (insg. 75 %). Diese Policen werden unter Wert gekauft (von Market Maker). Diese bewerten die Verträge und geben ein Kaufangebot ab. Die Fondsgesellschaften analysieren die angebotenen Policen.

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Private Equity - VC Fonds

SatellitenschüsselBei einem Private Equity/Venture Capital Fonds beteiligt sich der Anleger in der Regel an einer Personengesellschaft. Generell ist zwischen VC-Fonds zu unterscheiden, die eine direkte Beteiligung an interessanten Unternehmungen anbieten und Fonds, die sich wiederum an andern VC-Fonds beteiligen (Dachfondsprinzip).

Venture Capital (VC) bezeichnet die Investition in frühe Entwicklungsphasen eines Unternehmens. Die Investition kann bereits bei der Ideenfindung (Seed Phase), in der Gründungsphase des Unternehmens (Start-Up) oder in der Wachstumsphase eines Unternehmens (Expansion) erfolgen. Ziel ist es, sich in einer möglichst frühen Phase zu einem günstigen Preis an einem erfolgsversprechenden Unternehmen zu beteiligen und im Falle eines Börsengangs oder Veräußerung des Unternehmens ein vielfaches des eingesetzten Kapitals zurück zu erhalten.

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