Augsburg (BoerseGo.de) - Der Druckmaschinenhersteller manroland hat am Freitag einen Insolvenzantrag gestellt. Dies bestätigte das Amtsgericht Augsburg. Rund 6.500 Mitarbeiter des Heidelberger-Druck-Konkurrenten müssen nun um ihre Stellen bangen. Für den Nachmittag sind Betriebsversammlungen an den Standorten Augsburg, Offenbach und Plauen angesetzt. Anschließend will das Unternehmen die Öffentlichkeit informieren. Insolvenzverwalter wird die Wirtschaftsprüfer- und Rechtsanwaltskanzlei Schneider, Geiwitz & Partner. Das Amtsgericht Augsburg prüft den Insolvenzantrag derzeit.
Eigentümer vom manroland sind die Allianz-Tochter Allianz Capital Partners und die Volkswagen-Tochter MAN. manroland hatte seit 2009 auch operativ Verluste geschrieben.
Die Aktien der manroland-Konkurrenten Heidelberger Druck und König & Bauer legen wegen des Insolvenzantrags des Wettbewerbers deutlich zu und verteuern sich bis zum frühen Nachmittag um 12,25 Prozent auf 1,46 Euro beziehungsweise um 5,95 Prozent auf 10,60 Euro. Beobachter rechnen nach der manroland-Insolvenz einen nachlassenden Preisdruck in der Branche, die zuletzt unter erheblichen Überkapazitäten gelitten hatte.
Oliver Baron,
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