Zertifikate-Börse: Protokollpflicht bei Beratung macht für Anleger Sinn

Kategorie: Derivate Radar | Datum: 10.03.2010

Die von der Bundesregierung seit Jahresbeginn verschärften Beratungsbedingungen in Form eines ausführlichen Protokolls werden von dreiviertel der Investoren durchaus für gut erachtet. Das ergab laut der „Zertifikate-Börse" eine repräsentative Umfrage der TNS Infratest im Auftrag der DZ-Bank. Bei den bereits in dieser Art und Weise Beratenen waren es noch 67 Prozent. Der Vorteil des neuen Regulatoriums wird vor allem in der besseren Transparenz gesehen, die zu mehr Sicherheit führe. Ob die Protokollpflicht allerdings auch die Beratungsqualität verbessert, darüber ist man sich unter Anlegern noch uneins. Lediglich 59 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus. Von denjenigen, die schon ein entsprechendes Beratungsgespräch hinter sich hatten, waren es sogar nur noch 46 Prozent. Die Furcht vor einer Offenlegung zu vieler persönlicher Informationen bemängelt vor dem Gespräch etwa ein Drittel, danach nur noch 25 Prozent, so die „Zertifikate-Börse" weiter.

Etwas überraschend ergab die Erhebung auch Folgendes: So ziehen etwa zwei Drittel der Befragten überhaupt einen externen Berater für ihre Anlageentscheidung zu Rate, während gerade einmal 16 Prozent als Selbstentscheider gelten können.

Bild: ©iStockphoto.com/TommL

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