Zehnjährige US-Rendite: Lethargisch

Kategorie: boerse-go: Research | Datum: 28.06.2012

Auch in der letzten Woche tendierte die US-Rendite der zehnjährigen Bonds weiter in ihrem seitwärts gerichteten Rechteck. Zunächst schien es zwar so, als könnten die Bären das Ruder in die Hand nehmen, in den letzten Handelstagen fielen die Sätze dann aber wieder ab.

Unter charttechnischen Gesichtspunkten erfüllte sich damit unser (sehr) kurzfristiges Szenario einer nachgebenden Rendite, wenngleich die Gefahr für die Bären größer wird, dass die Sätze aus dem Bereich zwischen 1,56% und 1,69% nochmals nach unten ausbrechen. Nach wie vor besteht also kein Handlungsbedarf, neue Bond-Käufe würden wir aber ebenfalls hinten anstellen.

Nicht unerheblichen Anteil an der weiteren Entwicklung dürfte der Aktienmarkt haben, der sich momentan aber selber orientierungslos präsentiert. Der Dow Jones Index konnte gestern zwar deutlich zulegen, doch scheint die zuletzt positive Tendenz lediglich eine Antwort auf die zuvor generierten Verluste zu sein.

Ein neuer Aufwärtstrend und der damit mögliche Druck auf den Rentenmarkt ist nicht erkennbar.

Ähnlich präsentiert sich unser heimischer Bund Future. Das Rentenbarometer, das ceteris paribus unter technischen Aspekten eigentlich deutlich korrigieren sollte, wird durch die Entwicklung aus Übersee und einem schwachen DAX derart positiv beeinflusst, dass sogar steigende Notierungen zu beobachten sind.

Ohne größere Aussagekraft präsentieren sich die Indikatoren. Durch die Seitwärtstendenz der US-Rendite zeigen auch sie keine deutlichen zyklischen Schwankungen. Die entsprechenden Signale fehlen.

Fazit: Momentan lassen sich keine Anzeichen eines Ausbruchs der US-Rendite nach oben finden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die lethargischen Sätze aus der aktuellen Seitwärts- Range nach unten ausbrechen, ist aber ebenfalls zu gering. Damit besteht weiterhin kein Handlungsbedarf.

Quelle: WGZ Bank

Diskussion zu diesem Artikel:

Über den Autor:

externer Redakteur

Umfrage

Der bekannte US-Ökonom Adam Posen reduziert die hohe Wettbewerbsfähigkeit und den Exporterfolg Deutschlands auf eine Kombination aus Niedrig-Löhnen und der Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse. Gleichzeitig mahnt er die mangelnde Investitionsbereitschaft hiesiger Unternehmen an. Hat er mit seiner Aussage Recht?


(Ergebnis anzeigen)

zum Umfrage-Archiv

Kursdaten: L&S Realtime - Börse Stuttgart + 15 Min. - Deutsche Börse AG + 15 Min.

provided by vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG

Quelle: WM Datenservice

Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG

The copyright of Nikkei 225 is owned by Nikkei Inc.

The Dow Jones IndexesSM are proprietary to and distributed by CME Group Index Services LLC and have been licensed for use.

For the Terms and Conditions of Use of the Dow Jones IndexesSM please see here.