FRANKFURT (Dow Jones) - Am deutschen Aktienmarkt könnte es zur Eröffnung am Donnerstag zu leichten Gewinnmitnahmen kommen. "Nach dem starken Anstieg vom Vortag wäre eine Verschnaufpause keine Überraschung", heißt es von einem Marktteilnehmer. Sie werde die Erholung aber vermutlich nur unterbrechen, ein Ende der Rally sei nicht in Sicht. "Die Kurse sind unter hohen Umsätzen und hoher Dynamik gestiegen, damit steht der Kursaufschwung wohl eher am Anfang als am Ende", so ein weiterer Marktteilnehmer. Der DAX wird gegen 8.05 Uhr 22 Punkte oder 0,4% niedriger errechnet mit 6.062 Punkten. Am Mittwoch hatte er 2,7% zugelegt.
Bremsen könnten den DAX auch anstehende neue Konjunkturdaten: "Ich gehe davon aus, dass sich die Anleger vor dem wichtigen Arbeitsmarktbericht am Freitag zurückhalten werden", heißt es. Die Vorzeichen für den Report sind uneinheitlich: Während der ADP-Bericht am Vortag enttäuscht habe, sei die Beschäftigungskomponente im ISM-Index über den Erwartungen geblieben. Für den Berichtstag stellt man sich im Handel auf ein ruhiges Geschäft ein.
Unternehmensnachrichten gibt es auch weiterhin nicht zu verarbeiten, von der Sitzung der EZB dürften keine Impulse ausgehen. Es gilt als ausgemachte Sache, dass die Notenbank den Leitzins bei 1,00% bestätigen wird. Marktbewegend könnten indes die begleitenden Kommentare von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in der nachfolgenden Pressekonferenz sein. Am Nachmittag werden in den USA noch die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten veröffentlicht sowie Zahlen zur Produktivität, zum Häusermarkt und zu den Industrieaufträgen.
Charttechnisch liege der DAX in der breiten Handelsspanne zwischen 5.700 und 6.300 Punkten. "Ein Anstieg in den oberen Bereich der Range sollte nicht überraschen", so ein Marktteilnehmer.
Vorbörslich stehen die Autotitel im Blick. "Neue US-Absatzzahlen zeigen, dass Luxus weiter läuft, das sollte aber auch eingepreist sein", so ein Marktteilnehmer. Vorbörslich verlieren Daimler 1,4% und BMW 0,7%. Daneben geben Siemens 0,8% ab. Auf der anderen Seite steigen RWE um 0,7% und Infineon um 0,9%. Bayer können sich knapp behaupten, nachdem Goldman das Kursziel auf 60 EUR erhöht hat von 58 EUR.
-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires, +49(0)69-29725217, herbert.rude@dowjones.com DJG/hru/cln
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