FRANKFURT (Dow Jones) - Mit einer etwas leichteren Eröffnung am deutschen Aktienmarkt rechnen Händler vor der Sitzung am Mittwoch. Der XDAX notiert gegen 8.10 Uhr bei 6.180 Punkten, das sind 0,4% weniger als zum Handelsschluss am Dienstag. Händler rechnen mit kleinen Gewinnmitnahmen nach dem Aufwärtsschub vom Dienstag und verweisen auf fehlende neue Impulse.
"Von Unternehmens- und Konjunkturseite gibt es so gut wie nichts", sagt ein Händler. Bei den Makro-Daten dürfte das Sitzungsprotokoll der Bank of England sowie erneut Anleihe-Auktionen im Fokus stehen. Hier ist der Blick auf Portugal und besonders Ungarn gerichtet, die zuletzt mit Querelen mit dem Internationalen Währungsfonds IWF aufgefallen waren. Die Vorlagen aus den USA oder Asien gäben ebenfalls keine Impulse.
Allerdings habe der Sprung des DAX über die 6.200er-Marke zahlreiche pessimistische Marktteilnehmer überrascht. Von daher seien im Verlauf der Sitzung Käufe von noch untergewichteten Anlegern möglich. Außerdem könnte der Verfallstermin an der Eurex zu terminmarktorientierten Käufen führen, an der Terminbörse laufen am Freitag Optionen auf den DAX und Optionen auf die Einzelaktien aus.
"Bei einer so dünnen Nachrichtenlage rückt immer die Technik in den Mittelpunkt", sagt ein Händler. Vor allem der Bereich um 6.250 Punkte werde vom Markt als klarer Widerstand wahrgenommen, der nur schwer zu durchdringen sei. Hier lägen die Tiefs der Vorwoche, deren Unterschreiten zu einem kleinen Ausverkauf im DAX geführt hatte. "Ein Test der ehemaligen Unterstützung von unten ist oft die letzte Zuckung, bevor es wieder runter geht", sagt ein Techniker. Als unterstützt gilt der DAX um 6.050 Punkte.
Bei den Einzelwerten ziehen Allianz vorbörslich um 0,2% an. Zwar hat J.P. Morgan die Aktie auf "Neutral" gesenkt, gute Zahlen von Swiss Life stützen aber die Stimmung für die Aktie. ThyssenKrupp steigen um 0,4%, nachdem Goldman Sachs das Kursziel auf 39 von 36 EUR erhöht hat. In der zweiten Reihe steigen Stada vorbörslich um 0,4%, nachdem die Analysten von Morgan Stanley die Aktie auf "Equalweight" von "Underweight" hoch genommen haben.
-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires, +49(0)69-29725217, herbert.rude@dowjones.com
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