FRANKFURT (Dow Jones) - Mit einer schwächeren Eröffnung wird am Mittwoch am deutschen Aktienmarkt gerechnet. Der DAX wird vorbörslich knapp 1% schwächer mit 6.228 Punkten errechnet. Die Aussagen der US-Notenbank (Fed) vom Vorabend würden zwiespältig aufgenommen, heißt es im Handel. Zwar nimmt die Fed die erwarteten Anleiherückkäufe wieder auf, die damit verbundenen Aussagen zum schwachen US-Wachstum belasten aber die Stimmung. In Ostasien geht es besonders in Japan deutlich nach unten mit den Kursen und auch die Futures auf die US-Indizes geben stark nach. Widerstände im DAX sehen Händler im Bereich um 6.350 Punkten, eine Unterstützung liege bei 6.200 Punkten.
Stärkste Verlierer sind vorbörslich bei Trade-Gate Deutsche Bank mit einem Abschlag von 1,4% auf 54,50 EUR und K+S, die um 1,9% nachgeben auf 42,20 EUR.
Im Blick steht weiterhin die Berichtssaison. E.ON ziehen nach ihrem Quartalsbericht vorbörslich um 0,6% an auf 23,58 EUR. "Die Zahlen sehen etwas besser aus als erwartet", so ein Händler.
Rheinmetall legen vorbörslich um 0,8% zu, das Unternehmen hat die Prognose erhöht, und zwar stärker als erwartet. Klöckner & Co tendieren gut behauptet. Bei Umsatz und Gewinn seien die Erwartungen übertroffen worden. Wichtiger sei aber der gute Ausblick. "Klöckner spricht von signifikanten Umsatzverbesserungen und erwartet weiter ein deutlich positives Nettoergebnis, so etwas hört der Markt immer gerne", meint ein Händler. Gleichzeitig sei die Margenaussicht von über 4% für das laufende Jahr überraschend gut, nachdem der Stahlhändler zuletzt von "3% plus" gesprochen hatte.
Auch Aurubis tendieren gut behauptet. Die Zahlen lägen leicht über den Prognosen, der bestätigte Ausblick enthalte aber keinen positiven Überraschungseffekt, meint ein Analyst. Der Umsatz stieg auf 7,05 Mrd von 4,7 Mrd EUR im Vorjahr. Dank des höheren Kupferpreises wurden auch Altbestände aufgewertet, was für ein höheres Vorsteuerergebnis von 211 Mio EUR nach einem Verlust von 8 Mio EUR vor einem Jahr sorgte.
TUI und Douglas tendieren nach ihren Zahlen knapp behauptet. Im TecDAX legen freenet nach ihrem Zwischenbericht etwas zu, Phoenix Solar geben dagegen leicht nach.
-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires, +49(0)69-29725217, herbert.rude@dowjones.com
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