FRANKFURT (Dow Jones) - Mit einem leichterem Start am deutschen Aktienmarkt rechnen Händler für die Sitzung am Freitag. Der DAX wird gegen 8.20 Uhr mit 5.897 Punkten errechnet und damit 0,3% oder 16 Punkte unter dem Schlussstand vom Donnerstag. Im Verlauf sei dann eine Erholung möglich. In den USA war der S&P-500-Index am wichtigen Widerstand bei 1.060 Punkten gescheitert, das könnte den DAX zur Eröffnung belasten. Fundamental belastende Nachrichten habe es in den USA aber nicht gegeben. "Damit könnte der DAX schnell nach oben drehen", so ein Marktteilnehmer. Aus technischer Sicht sei der DAX bei 5.860 Punkten unterstützt und treffe bei 5.970 Punkten auf Widerstand.
Neue Impulse könnten von der Bekanntgabe der überarbeiteten Berechnung des US-Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal und von der Zweitveröffentlichung des britischen BIP ausgehen. Volkswirte schätzen im Vorfeld, dass die US-Wirtschaft im zweiten Quartal nur um 1,3% gewachsen ist statt wie zunächst berechnet um 2,4%. Auch das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan enthalte die Gefahr einer Abwärtsrevision, heißt es. Übergeordnetes Thema ist der Notenbanker-Gipfel in Jackson Hole. Hier werden Reden von US-Notenbankpräsident Bernanke und EZB-Präsident Trichet erwartet.
Commerzbank geben vorbörslich 0,7% nach und leiden damit unter Presseberichten über eine geplante Kapitalerhöhung. "Der genannte Betrag ist brutal hoch im Vergleich zur Marktkapitalisierung", sagt ein Händler: "Es ist doch völlig unklar, wer das Material aufnehmen soll". Laut Handelsblatt plant die Bank, 5 Mrd EUR einzunehmen, die Marktkapitalisierung liege jedoch nur bei rund 7,6 Mrd EUR. "Allerdings könnte es sich auch nur um politische Aussagen handeln, weil Schäuble Druck auf einen Staatsausstieg macht", so ein weiterer Händler mit Verweis auf die Wünsche des Finanzministers.
Infineon tendieren gut behauptet, Intel steht nach Angaben mehrerer mit der Sache vertrauten Personen kurz vor dem Kauf der Wireless-Sparte von Infineon. Ende Juli berichtete das "Wall Street Journal" bereits, dass Infineon eine Summe von bis zu 1,5 Mrd EUR verlange. Sprecher von Infineon bzw Intel wollten die Information nicht kommentieren.
EADS verlieren vorbörslich 0,5%. Wie das französische Wirtschaftsblatt "Les Echos" berichtet, will Airbus die Produktionsziele deutlich zurücknehmen.
-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires, +49(0)69-29725217, herbert.rude@dowjones.com DJG/hru/flf
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