XETRA-START/Leichter - Bankaktien unter Druck

Kategorie: Marktberichte | Marktberichte (Dow Jones) | Marktberichte (Trackbox: Intraday Marktkommentierung) | Datum: 07.09.2010

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FRANKFURT (Dow Jones) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag leichter in den Handel gestartet. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen. Der DAX verliert bis 10.00 Uhr 0,7% oder 40 auf 6.114 Punkte. Händler erwarten jedoch, dass sich im Tagesverlauf eine leicht freundliche Tendenz durchsetzen wird. Wenn die US-Börsen am Nachmittag eröffnen, dürften die deutschen Aktien diesen aufwärts folgen und von dem neuen Konjunkturprogramm in den USA profitieren. An Konjunkturdaten stehen aus Deutschland die Auftragseingänge für Juli und aus den USA der ABC-Consumer-Confidence-Index an.

US-Präsident Barack Obama hat angekündigt, 50 Mrd USD in die Infrastruktur des Landes zu investieren. In Deutschland sehen Händler Stahlwerte als Profiteure der neuen Konjunkturstütze: "Da wird auch Stahl gebraucht", meint ein Marktteilnehmer. Die entsprechenden Titel halten sich besser als der Gesamtmarkt: Klöckner & Co legen um 0,8% zu auf 16,57 EUR und ThyssenKrupp verlieren 0,2% auf 22,73 EUR. Die Stahlwerte profitieren auch von positiven Vorgaben aus Asien, wo Aktien wie Nippon Steel und Posco weiter von Preiserhöhungen und der Verknappungspolitik in China gestützt werden.

Am unteren Ende des DAX finden sich Infineon mit einem Minus von 2,8% auf 4,37 EUR. Der Vorstandsvorsitzende Peter Bauer hat in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" einer Sonderausschüttung oder Aktienrückkäufen wegen des Verkaufs der Mobilfunkchip-Sparte an Intel eine Absage erteilt. Allerdings hatte der Markt auch keine Sonderausschüttung erwartet, Halbleiterwerte liegen generell schwach im Markt.

Bankaktien geben ebenfalls deutlich nach: Deutsche Bank fallen um 1,7% auf 49,30 EUR und Commerzbank um 1,1% auf 6,41 EUR. Ein Händler macht zur Erklärung auf die gestiegenen Risikoaufschläge bei den Anleihen einiger europäischer Staaten aufmerksam. Ein weiterer Händler weist auf den möglichen Kapitalbedarf im Zuge der "Basel III" genannten künftigen Eigenkapitalvorschriften hin.

Die Versorgeraktien zeigen sich dagegen weiter besser als der Gesamtmarkt. E.ON und RWE stagnieren bei 23,33 EUR bzw 23,32 EUR. "Egal wie viel Hin und Her es jetzt bei den konkreten Zahlungen gibt, das große Thema ist die neue Klarheit", sagt ein Händler. Immerhin habe das politische Gerangel rund ein halbes Jahr auf den Titeln gelastet. Die klare Entscheidung für zwölf Jahre Verlängerung der Atomkraftwerk-Laufzeiten dürfte noch länger für Kaufinteresse von Investoren und Dividendenjägern sorgen.

Im TecDAX fallen SMA Solar um 4,1% auf 80,81 EUR, nachdem das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Studie des Fachmagazins "Photon" vor der Konkurrenz eines südkoreanischen Anbieters für den Hersteller von Wechselrichtern gewarnt hat. WestLB-Analyst Peter Wirtz sagt jedoch Dow Jones Newswires, dass die Produkte der südkoreanischen Dasstech qualitativ deutlich schlechter als die von SMA seien.

DJG/gei/hru/raz

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Bild: ©iStockphoto.com

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