FRANKFURT (Dow Jones) - Etwas leichter ist der deutsche Aktienmarkt in den Wochenausklang gestartet. Händler sprechen von Zurückhaltung im Vorfeld wichtiger für den Nachmittag avisierter US-Konjunkturdaten. Darüber hinaus belasten die schwachen Vorgaben aus Asien. Stützend wirken sich allerdings Aussagen eines prominenten Vertreters der US-Notenbank aus, der eine Wiederaufnahme der quantitativen Geldpolitik angedeutet hat. Bis 9.51 Uhr verliert der DAX 0,4% oder 24 Punkte auf 6.110.
Charttechnisch ist der Leitindex im Bereich von 6.100 Punkten unterstützt, auf Widerstand trifft er auf dem Niveau von 6.200 Punkten. In der zweiten Reihe geht es für den MDAX um 0,4% oder 30 Punkte auf 8.376 nach unten, der TecDAX verliert 0,6% oder 5 Punkte auf 767.
Für neue Impulse dürften am Nachmittag die avisierten US-Konjunkturdaten sorgen. Auf dem Programm steht unter anderem das BIP für das zweite Quartal. Volkswirte rechnen im Mittel ihrer Prognosen mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um annualisiert 2,7% gegenüber den vorangegangenen drei Monaten.
Damit würde die größte Volkswirtschaft der Welt weit hinter den zuvor für dieses Erholungsstadium üblichen Expansionsraten zurückbleiben. Darüber hinaus wird die zweite Veröffentlichung des von der Universität Michigan ermittelten Verbrauchervertrauens für Juli erwartet. Hier lautet der Ökonomenkonsens auf 67,2 Punkte nach 66,5 Punkten anlässlich der ersten Umfrage.
Nach wie vor ist es die Berichtssaison, die im freitäglichen frühen Geschäft die Kurse macht. So steigen Lufthansa im Sog von British Airways um 0,8% auf 12,32 EUR. Der Wettbewerber hat sich im ersten Geschäftsquartal operativ verbessert. British Airways steigen um 3,1% auf 222,70 p.
Merck KGaA verteuern sich um 1,3% auf 68,03 EUR. Hier stützen zahlreiche Heraufstufungen, nachdem der Pharma- und Spezialchemiekonzern am Donnerstag deutlich besser als erwartet ausgefallene Zahlen für das abgelaufene Vierteljahr vorgelegt hat. Volkswagen rücken um 0,4% auf 81,34 EUR vor. Die Analysten von J.P. Morgan haben ihr Kursziel für die Aktien des Automobilherstellers auf 83 EUR von 78 EUR angehoben.
Am anderen Ende des Kurszettels verbilligen sich HeidelbergCement um 3,1% auf 38,78 EUR. Die Analysten von Merck Finck & Co. bemängeln die im zweiten Quartal mit 21% etwas schwächer als erwartet ausgefallene operative Marge. Darüberhinaus belastet der gesenkte Ausblick des Wettbewerbers Lafarge für die Zementnachfrage. BMW verbilligen sich um 1,5% auf 40,10 EUR, Daimler geben um 1,2% auf 40,95 EUR nach.
In der zweiten Reihe brechen GEA um 4,0% auf 17,18 EUR ein. Umsatz und EBIT entsprächen bereinigt zwar den Erwartungen, allerdings hätten die Wettbewerber zuvor deutlich bessere Zahlen vorgelegt, heißt es im Handel. Im TecDAX legen Conergy um 0,9% auf 0,75 EUR zu. Die Banken haben die per 31. Juli 2010 fälligen Kredite des Solarunternehmens verlängert.
DJG/jej/ros
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