XETRA-SCHLUSS/Unverändert - Autowerte weiter in Rally-Laune

Kategorie: Marktberichte | Marktberichte (Dow Jones) | Top-Artikel (Dow Jones) | Marktberichte (Trackbox: Intraday Marktkommentierung) | Datum: 02.09.2010

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FRANKFURT (Dow Jones) - Unverändert sind die deutschen Aktien am Donnerstag aus dem Handel gegangen. Zwischenzeitliche Gewinnmitnahmen wurden von überraschend guten Daten vom US-Häusermarkt wieder ausgeglichen. Der DAX konnte damit das Niveau der Kursrally vom Vortag problemlos verteidigen. Das deutsche Börsenbarometer schloss unverändert bei 6.084 Punkten. Weiter in Rally-Laune zeigten sich jedoch die Autowerte. Auch andere Zykliker wie Thyssen und HeidelCement legten weiter zu.

Als Nagelprobe für die neue Stärke des DAX sehen Händler nun die Konjunkturdaten am Freitag. Mit dem monatlichen US-Arbeitsmarktbericht und dem ISM-Index für den Service-Bereich stehen noch wegweisende Daten an.

Die Nachrichtenlage bei Unternehmen war am Berichtstag erneut dünn. Auch von der Sitzung der Europäischen Zentralbank gingen keine Impulse aus. Wie erwartet bestätigte die Notenbank den Leitzins bei 1,00%. Auch die begleitenden Kommentare des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet enthielten nichts Neues.

Für gute Laune am Nachmittag sorgten dann besser als erwartete Zahlen vom US-Häusermarkt. "Das zeigt, dass bessere Konjunkturdaten alle Anleger in den Markt zwingen, die zu stark auf ein Double-Dip-Szenario gesetzt hatten", sagte ein Händler. In den USA waren die Verkäufe bestehender Häuser zum ersten Mal seit drei Monaten wieder angestiegen. Sie legten im Juli um 5,2% zu. Gegenüber dem Vorjahr weisen sie damit jedoch immer noch ein Minus von über 19% aus. Die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen hingegen genau im erwarteten Rahmen, auch die US-Auftragseingänge für Juli zeigten nur minimale Abweichungen von den Prognosen.

Deutsche Bank waren größter Verlierer im DAX und fielen um 3,2% auf 49,34 EUR. Die Aktie war von Merrill Lynch auf die "Least Preferred"-Liste gesetzt worden, wird also den am wenigsten attraktiven Unternehmen zugerechnet.

Autotitel profitierten von guten US-Absatzzahlen und bauten ihre Gewinne trotz der Vortagsrally weiter aus. Vor allem deutsche Hersteller im Premium- oder Luxus-Segment konnten in den USA ihre Position ausbauen. Daimler stiegen um 1,4% auf 41 EUR glatt, BMW um 1,6% auf 43,59 EUR und VW um 1,1% auf 81,55 EUR. Auf VW lastete, dass der US-Umsatz der Marke VW im August um 8% gesunken war. Auch HeidelbergCement setzten wie alle europäischen Bau-Werte ihre Vortagsrally fort und stiegen um weitere 2,3% auf 34,34 EUR.

Als Enttäuschung wurden im Handel die Prognosen von Fresenius Medical Care bis 2013 gewertet. Für die Konsensschätzungen bestehe hinsichtlich EBIT-Marge und Gewinn je Aktie leichter Bedarf für eine Abwärtsrevision, sagte ein Marktteilnehmer. Die Aktie des Dialysespezialisten gab um 2% nach auf 44,04 EUR.

Auch Bayer gaben um 1,3% auf 49,14 EUR nach, obwohl Goldman Sachs das Kursziel auf 60 EUR erhöht hatte nach 58 EUR. Die Aktien hatten allerdings schon zu Wochenbeginn kräftig zugelegt, nachdem Erfolgsmeldungen zum Gerinnungshemmer "Xarelto" veröffentlicht worden waren.

Im MDAX waren ebenfalls die Konjunkturwerte gesucht. Unter anderem stiegen Bauer um 3,1%, EADS um 2,6% und Praktiker um 5,6%. Im TecDAX legten vor allem die Aktien alternativer Energien zu. Unter anderem stiegen Nordex um 6,2% und Conergy um 4,2%.

DJG/mod/gei

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Bild: ©iStockphoto.com

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