Überraschende Wende im Skandal um einen Banker, der während der Arbeitszeit Sexfotos des Models Miranda Kerr anschaute – und dabei während einer TV-Sendung life ertappt wurde. Kurzer Rückblick: Der TV-Sender Seven Network machte vor wenigen Tagen ein Live-Interview mit einem Korrespondenten über aktuelle Zinssätze. Das Video wurde in einem Großraumbüro des US-Geldinstituts Macquarie Bank aufgezeichnet. Pech nur: Im Handelsraum dahinter fühlte sich ein Bankmitarbeiter unbeobachtet – und klickte gelegentlich auf erotische Fotos.

Ertappt: Banker betrachtet während Live-Schaltung erotische Fotos (Bild: Youtube)
Das Webvideo wurde in Youtube eingestellt – und wurde daraufhin im Internet zum Renner. Nun sahen sich sowohl Seven Network wie auch die Macquarie Bank zu öffentlichen Stellungnahmen veranlasst: So entschuldigte sich der TV-Sender nach mehreren Zuschauerbeschwerden für den Zwischenfall. Und die Macquarie Bank veröffentlichte eine Erklärung, wonach sie die »inakzeptable Nutzung der Technologie« sehr ernst nehme und versprach, den Vorfall zu untersuchen. Es drohte die Entlassung des ertappten Bankers. Denn schon der Konsum von Sex-Inhalten ist in den sittenstrengen USA verpönt. Und dass dieses auf dem Youtube-Clip auch noch am Arbeitsplatz erfolgt, wirkt erschwerend.
Doch nun scheint die Sache für den unbekümmert-dummen Banker noch mal gut auszugehen. Zunächst hatte das Londoner Bankenportal »Here is the City« unter dem Titel »Save Dave« eine Onlinekampagne gestartet, um eine mögliche Entlassung des Investmentbankers zu verhindern.
Und jetzt springt auch das australische Dessous-Model Miranda Kerr, dessen Fotos der Bank-Mitarbeiter betrachtete, spontan für ihren »Fan« ein. »Natürlich werde ich die Petition zur Rettung seines Jobs mit unterzeichnen«, sagt Kerr. Offensichtlich zeigte die Publicity, die der Fall dadurch erhielt, bereits Wirkung: »Kiely bleibt auch weiterhin unser Mitarbeiter«, teilte nun die Macquarie Bank mit. »Wir und unser Angestellter möchten uns entschuldigen, falls durch die Angelegenheit Ärgernis erregt wurde.«
Auch bei »Here is the City« wurde der schnelle Erfolg der Kampagne mit Freude aufgenommen: »Die Initiative hat bei Bankern auf der ganzen Welt für Begeisterung gesorgt – vor allem wenn man bedenkt, was für eine schwere Zeit die Branche gerade hinter sich.« (eh)
Engelbert Hoermannsdorfer,
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Kommentare (1)
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Reife_Frucht schrieb am 16.02.10 um 03:00 Uhr:
Das Video ist zu gut. So ertappt zu werden, ist hochnotpeinlich. Der Typ kann einem direkt leid tun, weil was schlimmes hat ja nicht gemacht.
Machen halt bloss alle Männer, wahrscheinlich.