London (BoerseGo.de) - Die Wirtschaft Chinas ist wegen der Bildung von Vermögensblasen und Inflationsdruck dabei zu überhitzen, wodurch für das Wachstum der Weltwirtschaft ein erhebliches Risiko entsteht. Davon geht das Weltwirtschaftsforum im Vorfeld der zwischen 27. und 31. Januar in Davos stattfindenden Konferenz aus. Ein Nachlassen der Dynamik der weltweit am schnellsten wachsenden chinesischen Volkswirtschaft könne die weltweiten Kapital-und Rohstoffmärkte negativ beeinflussen.
Ein etwaiger Rückgang des chinesischen Wirtschaftswachstums auf unter 6 Prozent ist unter Berufung auf den Zurich Financial Services-Chefökonom Daniel Hofmann einem Alarmzustand gleichzusetzen. Eine harte Landung der chinesischen Wirtschaft berge ein hohes Risiko. Die drohende Überhitzung verdeutliche sich alleine aus den enormen Hauspreisanstiegen in großen Städten. So seien die entsprechenden Werte in Shanghai und Peking im Vorjahr um mehr als 60 Prozent gestiegen. In einem solchen Umfeld seien strategische Fehler vorstellbar.
Im übrigen habe die Finanzkrise in der Weltwirtschaft Spuren der Verwundbarkeit hinterlassen. Eine weitere Bedrohung ergebe sich aus den anschwellenden Budgetdefiziten. In dieser Hinsicht würden die Krisenfälle Dubai und Griechenland frühe Warnungen für nicht aufrecht zu erhaltende Staatsverschuldungen darstellen. Die finanzielle Lage in den Emerging Markets gestalte sich viel besser als in den Industrieländern, zumal in den Emerging Markets wie vor allem in lateinamerikanischen Ländern dem Defizitproblem tatsächlich begegnet wird, führte Hofmann in London gemäß einem Bericht von Bloomberg weiter aus.

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