Washington (BoerseGo.de) - Die Weltwirtschaft wird unter den Folgen der Finanzkrise noch über Jahre hindurch leiden. Davon geht die Weltbank aus. Diese warnt weiters davor, dass das Wachstum der Weltwirtschaft im Zuge des Nachlassens der stimulierenden Ausgaben ins Schwinden gerät. Die Weltwirtschaft werde in 2010 und 2011 um voraussichtlich 2,7 Prozent sowie 3,2 Prozent wachsen. Über den Ausblick zur zweiten Jahreshälfte und darüberhinaus schwebe aber eine Wolke der Unsicherheit.
Obwohl es derzeit den Anschein hat, dass die akute Phase der Krise vorüber ist, bleibe eine chronische Schwäche. Ein Großteil der weiteren Entwicklung hänge vermutlich von der zeitlichen Koordination des Rückzugs der massiven stimulierenden Programme sowie von den Anpassungen im Bereich der Geldpolitik ab. Falls in dieser Hinsicht Fehlhandlungen erfolgen könnte daraus ein sogenannter “double-dip” mit einem Rückfall in die Rezession in 2011 resultieren.
Die US-Wirtschaft dürfte in 2010 und 2011 um 2,5 Prozent sowie 2,7 Prozent expandieren. Hinsichtlich der europäischen Volkswirtschaften geht die Weltbank von einer langsameren Erholung mit einem durchschnittlichen Wachstum im laufenden Jahr von 1 Prozent aus. Die Prognose zum Wirtschaftswachstum Chinas sieht für das laufende Jahr eine Rate von 9 Prozent vor. Die Schwellenländer dürften in 2010 in ihren Wirtschaftsleistungen um 5,2 Prozent zulegen.
Die weltweiten Investitionen sollen gemäß der weiteren Einschätzung nach einem Einbruch von nahe 10 Prozent im Vorjahr im laufenden Jahr um 4,9 Prozent zulegen. Zum Welthandelsvolumen besteht für 2010 und 2011 die Erwartung eines Anstiegs von 4,3 Prozent und 6,2 Prozent. Im Vorjahr stellte sich in dieser Hinsicht ein 14,4 Prozent-Rückgang ein, heißt es weiter in dem Bericht.

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