Das Buch »Nackt im Netz« zeigt auf, was zu tun ist, um eben nicht bei Social-Media-Sites unterzugehen.
Der Ansturm auf Social-Media- und Community-Sites wie Facebook, Lokalisten, Xing, Google+, Twitter oder Jappy ist gewaltig. Vor allem Jungendliche gehen extrem unbekümmert an das Medium heran. Bedenkenlos werden private und intimste Lebensumstände gepostet, die unsere Elterngeneration möglicherweise nicht mal in trauter Zweisamkeit besprochen hätte.

Für eine bessere Position gegen Datenkraken im Internet: »Nackt im Netz« (Bild: Redline Verlag)
Das Buch »Nackt im Netz« aus dem Redline Verlag zeigt jetzt jedem auf, welche Gefahren bei allzu freizügigen Postings lauern. Die Autorin Simone Janson möchte allerdings erfreulicherweise nicht einseitig nur vor bösen Gefahren warnen. Vielmehr geht es ihr um eine neutrale Nutzen-Risiko-Bewertung, was wirklich Sinn macht, und wo der geneigte Surfer eher aufpassen sollte. Frei nach dem Motto: Facebook & Co ja – aber hier und dort bitte aufpassen.
Es wird erfrischend einfach darstellt, dass der »richtige« Umgang mit dem Internet eine große Herausforderung für jedermann darstellt. So auch die Wahl der richtigen Plattform. »Facebook – ein durchgeknallter Kneipenwirt aus Kalifornien?«, schreibt die Autorin. Und hier wird eigentlich bereits augenfällig: Soll man einer Kneipe berufliche Probleme oder gar Missstände in der Firma besprechen? Doch wohl kaum. Trotzdem tun’s viele auf Facebook ganz öffentlich – und das hat schon so manchen den Job gekostet.
Mit dem Buch erhält der Leser eine Menge hilfreicher Hinweise zur eigenen Orientierung, natürlich auch in Fragen der Datensicherheit. Dabei geht es vor allem um praktische Tipps im Umgang mit sozialen Netzwerken. Was allerdings fehlt und wünschenswert gewesen wäre, wäre eine ausführlichere Darstellung der Geschäftsmodelle von Facebook & Co. Vor allem, warum sie kostenlos sind, und wie sie mit ihren Datensammelstrategien letztendlich Geld verdienen.
Denn darüber muss sich jeder Nutzer einer kostenlosen Social-Media-Website im Klaren sein: Als Nutzer sind wir nicht der Kunde – wir verkommen vielmehr zum Produkt, das an die werbetreibende, und letztendlich zahlende Industriekundschaft vermarktet wird.
Aber in dem rund 170 Seiten starken Buch findet jeder für sich definitiv ein paar Hinweise, wie er den Umgang mit Social-Media zukünftig bewusster gestaltet. Erschreckend ist hier beispielsweise, was sich alleine durch eine gezielte Datenanalyse über die Follower und Re-Follower eines Twitter-Accounts herausfinden lässt. Nicht nur Datenprofis können daraus schlussfolgern: Ich weiß, was Du morgen willst. Insofern sind knapp 17 Euro für das Buch ein läppisches Miniinvestment für einen erfolgreichen Umgang mit privaten Daten im Netz – und damit Sie nicht so »nackt« und verloren dastehen, wie das Hündchen auf dem Cover. (eh)
Engelbert Hörmannsdorfer,
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Kommentare (2)
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justbond55 schrieb am 21.01.12 um 00:15 Uhr:
Das Buch ist wirklich sehr gut. Habe sehr viel daraus gelernt.
Ich sehe jetzt viele anders und bewusster.
Das Buch ist ein richtiger Wakeup Call für den gesunden Menschenverstand beim Surfen im Internet.
Reife_Frucht schrieb am 25.01.12 um 19:55 Uhr:
Ausgezeichnetes Buch!
Verdonnerte meine zwei Töchter (14+16), es zu lesen. Erst dann durften sie wieder an den PC.
Die waren zuerst stocksauer ... meinten, Mama, was willst du mit dem Buch ... aber danach staunten sie selbst, was alles im www abgehen kann.
Das Buch war jeden Euro wert!