München (BoerseGo.de) – Nach einem schwachen dritten Quartal hat der Halbleiter-Zulieferer und Chemieproduzent Wacker Chemie seine Prognose leicht gesenkt. Wie der MDax-Konzern am Freitag mitteilte, erwarte er für 2011 nun nur noch einen Umsatz von rund 5 Milliarden Euro. Damit rechnet Wacker nur noch mit einer leichten Umsatzsteigerung zum Vorjahr (4,75 Milliarden Euro).
Das EBITDA werde auf Vorjahresniveau (1,19 Milliarden Euro) liegen. Bislang hatte Wacker mit einer Steigerung gerechnet. Grund für den reduzierten Ausblick sei die Erwartung, dass sich das Geschäft mit Halbleitern und Polysilicium im vierten Quartal weiter abschwächen werde.
Im abgelaufenen Quartal ging das EBITDA im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,6 Prozent auf 317,6 Millionen Euro zurück. Das EBIT verringerte sich sogar um 15,8 Prozent auf 197,2 Millionen Euro. Dennoch war der Wert besser als von Analysten erwartet. Sie waren von 187 Millionen Euro ausgegangen. Der Umsatz stieg nur geringfügig um 0,9 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro und blieb damit hinter den Analysteneinschätzungen zurück (1,31 Milliarden Euro). Unterm Strich blieben 124,9 Millionen Euro - ein Minus von 19,8 Prozent. Trotzdem: Die Experten hatten mit noch weniger gerechnet (122 Millionen Euro).
Grund für den Rückgang sind die seit vergangenem Jahr deutlich gestiegenen Rohstoffpreise sowie eine größere Zögerlichkeit der Kunden. „Unsere Kunden sind wegen der konjunkturellen Unsicherheiten in ihrem Bestellverhalten vorsichtiger geworden und die Preise für unsere Schlüsselrohstoffe sind weiterhin sehr hoch“, erklärte Konzernchef Rudolf Staudigl laut Pressemitteilung.
Susanne Schulz
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