Interview mit Uwe Bergmann, Head of Sustainability Management bei Henkel

Uwe Bergmann leitet die Nachhaltigkeits-Fachabteilung bei
Henkel und ist seit dem Jahr 2000 im Nachhaltigkeitsmanagement
bei Henkel tätig.
Mit welchen Alleinstellungsmerkmalen im Bereich CSR hat sich Henkel vom Wettbewerb abgesetzt?
Nachhaltigkeit ist schon lange einer unserer zentralen Unternehmenswerte und wird von uns auch konsequent in unserem Handeln umgesetzt. Wir haben Herausforderungen frühzeitig erkannt und als Pionier Lösungen entwickelt, seien es phosphatfreie Waschmittel in den 1980er Jahren oder unser erster Umweltbericht 1992. Unsere Kultur, Erfahrung und Kompetenz helfen uns, Antworten auf Herausfforderungen zu finden.
Warum legt Henkel so großen Wert auf nachhaltige CSR Strategien?
Die globalen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung nehmen weiter zu, bedingt durch das Wachstum der Weltbevölkerung, die Steigerung von Lebensstandard und Konsum sowie dem damit verbundenen Ressourcenverbrauch. Weltweit müssen Wachstum und Lebensqualität von Ressourcenverbrauch und Emissionen entkoppelt werden. Unser Beitrag als Unternehmen liegt in der Entwicklung von innovativen Produkten und Prozessen, die bei gleicher oder besserer Leistung immer weniger Ressourcen verbrauchen. Dazu sind das gemeinsame Handeln und das Wissen aller Beteiligten entlang der gesamten Wertschöpfungskette gefragt – von den Rohstofflieferanten bis zu den Endverbrauchern.
Welche Aufgaben und Kompetenzen hat ein CSR-Manager?
Die zentrale Aufgabe ist es, die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens gemeinsam mit den Unternehmensbereichen und zentralen Funktion kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Umsetzung zu unterstützen. Als Experte für das Thema ist er eine zentrale Schnittstelle zwischen externen Stakeholdern und den Funktionen und Bereichen im Unternehmen. So kann ein Sustainability Manager helfen, auf der einen Seite Trends zu erkennen und Erwartungen an das Unternehmen besser zu verstehen und auf der anderen Seite Stakeholdern die Leistungen und Handlungsmöglichkeiten des Unternehmens zu vermitteln. Interdisziplinäres Arbeiten und ein gutes Verständnis des eigenen Geschäftsmodells sowie der internationalen Nachhaltigkeitsdiskussion sind dafür wichtige Grundlagen.
Wie sieht Nachhaltigkeit in Wertschöpfung und Einkauf aus?
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie umfasst alle Stufen der Wertschöpfungskette. Daher analysieren und bewerten unsere Fachleute den gesamten Lebensweg unserer Produkte. Das Ziel ist, die Nachhaltigkeits bilanzunseres Unternehmens und unserer Produkte ganzheitlich zu verbessern. Dazu zählen eine verantwortungsvolle Rohstoffwirtschaft ebenso wie Reduktion von Ressourcenverbrauch und Umweltbelastungen durch die kontinuierliche Optimierung unserer Prozesse.
Helge Rehbein,
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