New York (BoerseGo.de) – Die Marktteilnehmer haben beim Rohöl gestern wieder vorwiegend auf der Verkäuferseite agiert. Laut Bloomberg deutet sich die längste wöchentliche Verlustphase seit mehr als 13 Jahren an. Händler führten das reichhaltige Ölangebot in einem wirtschaftlich eingetrübten Umfeld als Grund für die anhaltenden Verluste ins Feld.
WTI-Öl für die Auslieferung im Juli sank im elektronischen Handel an der New York Mercantile Exchange um 2,23 US-Dollar auf 82,59 US-Dollar je Barrel. Damit deutet sich bereits der sechste wöchentliche Rückgang in Folge an, was es zuletzt im Dezember 1998 gegeben hat. Auf Jahressicht ist der Kurs um 16 Prozent gesunken. Brent-Öl wird derzeit im Bereich von 98 US-Dollar mit einem Aufschlag von rund 15 US-Dollar gegenüber der US-Sorte gehandelt.
Die OPEC plant in den vier Wochen bis zum 23. Juni insgesamt 24,1 Millionen Barrel pro Tag oder 6,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor zu exportieren. Saudi-Arabien, der größte Produzent der OPEC, fördert seit Juni 2011 etwa 9,5 Millionen Barrel pro Tag. Zuletzt soll die Menge auf 10 Millionen Barrel täglich gestiegen sein, was der höchste Wert seit dem Jahr 1980 ist.
"Wenn die Preise noch weiter fallen, könnte die OPEC das Angebot etwas zurückfahren. Bis zur nächsten OPEC-Sitzung am 14. Juni in Wien wird sich aber nichts tun. Von einem mangelnden Angebot kann keine Rede sein“, sagte Ric Spooner, Chefanalyst bei CMC Markets in Sydney.
