New York (BoerseGo.de) – Der Fotospezialist Eastman Kodak mit Sitz in Rochester (US-Bundesstaat New York) hat einem Medienbericht zufolge Probleme dringend benötigtes Kapital aufzutreiben. Das berichtet das „Wall Street Journal“ (WSJ) am heutigen Montag.
Konkret seien mehrere Hedgefonds nicht mehr bereit die ursprünglich diskutierten 900 Millionen Dollar für Kodak zur Verfügung zu stellen. Derzeit werden lediglich noch 600 bis 700 Millionen Dollar angeboten, wie das WSJ unter Berufung auf einen nicht näher genannten Informanten berichtet.
Das Geld wird von Kodak aber dringend benötigt, um die Zeit bis zum Verkauf eines Patent-Portfolios zu überbrücken und die Insolvenz abzuwenden. Probleme bereitet der angestrebte Verkauf des Portfolios, weil mögliche Käufer bei einer Insolvenz Kodaks mit Gläubigern in Konflikt geraten könnten, wie das WSJ weiter berichtet.
Sollte der Verkauf oder eine andere Finanzierung in den kommenden Wochen nicht gelingen, droht Kodak im Frühjahr des Jahres 2012 die Insolvenz, so die Zeitung. Bereits im November musste Kodak bei der Präsentation seiner Quartalszahlen mitteilten, dass die Insolvenz drohe, falls man keine weiteren Kapitalquellen öffnen könnte.
Das 1892 gegründete multinationale Unternehmen ist auf die Produktion von Fotoausrüstung und Kameras spezialisiert und im US-Börsenindex S&P 500 notiert. Zum Ende des Jahres 2010 beschäftigte Kodak 18.800 Mitarbeiter und generierte einen Umsatz von 7,19 Milliarden Dollar.
Christian Zoller
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