WAZ: Wer suchet, der findet. Kommentar von Birgitta Stauber-Klein
Kategorie: OTS - Wirtschaft | Datum: 14.03.2010
Führungsposten sucht, wird eine finden. Vielleicht müssen sich
Firmenchefs und Aufsichtsräte auch außerhalb ihres feingestrickten
Netzwerkes bewegen, sich öffnen für einen anderen Führungsstil, aber
das Argument der mangelnden Eignung ist keines mehr.
Dass nicht längst mehr Frauen in den nach oben immer enger
werdenden Hierarchien angekommen sind, wirft ein Schlaglicht auf den
konservativen Führungsstil in den Konzernen. Nur Siemens als
einziges Dax-Unternehmen hat einen Top-Management-Job an eine Frau
vergeben. Aber auch die Frauen selbst halten sich zurück. Die
Ursache ist nicht nur die Frage nach der Vereinbarkeit mit familiären
Interessen. Zu selten stellen sie ihre Leistung in den Vordergrund,
fordern Aufstieg und mehr Gehalt.
Diese beiderseitige Zurückhaltung kann eine Quote schnell beenden,
wie der Blick auf Norwegen zeigt, wo 42 Prozent der Aufsichtsräte
weiblich sind.
Abgesehen davon ist der Weg der Telekom schon allein deshalb
richtig, weil gerade der Branche in Zukunft ein Fach- und
Führungskräftemangel droht.
Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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Quelle: OTS
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