New York (BoerseGo.de) - Der weltgrößte Kreditkarten-Anbieter Visa hat seinen Gewinn im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 16 Prozent gesteigert. Mit einem Überschuss von 1,49 Dollar pro Aktie fiel der Gewinn gleichzeitig 4 Cent über den Konsensschätzungen der Analysten aus. Der Umsatz kletterte gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 13,8 Prozent auf 2,55 Milliarden Dollar, was ebenfalls über den Konsensschätzungen der Analysten liegt.
Das Transaktionsvolumen verzeichnete gegenüber dem Vorjahresquartal einen Anstieg von 11 Prozent. Dabei haben sowohl Kunden in den USA wie auch außerhalb der Landesgrenze vermehrt mit dem Plastikgeld (Kreditkarte) bezahlt. Die Zahlungen mit der Debitkarte - dem US-Gegenstück zur EC-Karte - verzeichneten mit einem Anstieg von sechs Prozent das geringste Wachstum in mehr seit einem Jahr. Analysten führen dies auf das Gesetz für die Obergrenze für Debitkarten-Gebühren zurück. Anders als der Wettbewerber American Express muss Visa Kreditausfälle nicht selbst verkraften, sondern hier liegt das Risiko bei den Mitgliedsbanken.
Weiter hat der Kreditkarten-Anbieter angekündigt, 500 Millionen eigene Aktien zurückzukaufen. Für das Geschäftsjahr 2012 erhöht das Unternehmen seine Gewinnprognose von einem Wachstum von 15 bis 19 auf 18 bis 19 Prozent und seine Umsatzprognose von 9-12 Prozent auf 10 bis 12 Prozent. Die aktuellen Konsensschätzungen der Analysten gehen aktuell für 2012 von einem Gewinnwachstum von 17 Prozent und einem Umsatzwachstum von 9,6 Prozent aus.
Die Aktie steigt nachbörslich 3,0 Prozent auf 111,90 Dollar.
Christian Hoyer,