Kopenhagen/ Frankfurt (BoerseGo.de) - Der weltweit führende Anbieter von Windkraftanlagen, Vestas, hat am Montag seine Anlegergemeinde mit einer Gewinnwarnung geschockt. Am Vormittag befindet sich das Papier mit zeitweise minus 23,71 Prozent auf 11,34 Euro im freien Fall. Die Dänen erwarten jetzt für das Gesamtjahr 2011 nur noch einen Umsatz von 6,4 Milliarden statt von 7 Milliarden Euro. Vor Zinsen und Steuern soll der Gewinn nur noch um 4 statt um 7 Prozent zulegen. Im abgelaufenen dritten Quartal hat Vestas gar einen Verlust in Höhe von 92 Millionen Euro angehäuft. Im Vorjahreszeitraum verdiente der Windanlagenhersteller noch 187 Millionen Euro.
Als Grund für die gekappten Prognosen gab das Unternehmen Verzögerungen bei der Inbetriebnahme eines neuen Werks in Deutschland an. Da der Betrieb des Generatorenwerks in Travemünde nicht wie geplant beginne, könnten dort nicht wie vorgesehen zahlreiche Projekte abgearbeitet werden, teilte der Turbinenbauer am Montag mit. Dies mache auch die bisherige Jahresplanung für 2011 hinfällig.
Vestas stellt nun einen Abschluss der verzögerten Projekte für das kommende Jahr in Aussicht. Die einzelnen Projekte sollen dabei jedes für sich betrachtet noch "zufriedenstellende" Gewinne einbringen, hieß es weiter.
Bernd Lammert
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