John Taylor, Gründer des Währungs-Hedgefonds FX Concepts erwartet, dass der US-Dollar in der nächsten Zeit weiterhin schwächer tendieren wird. Sowohl gegenüber dem japanischen Yen als auch gegenüber dem Euro ist er für die US-Valuta derzeit eher pessimistisch eingestellt, berichtet Bloomberg.
Begründet wurde die Einschätzung mit der zeitlichen Ausdehnung der Nullzinspolitik in den USA. Die US-Notenbank Fed wird den Leitzins vermutlich bis Mitte/Ende 2014 auf dem aktuellen Niveau von 0,00 bis 0,25 Prozent belassen. Jeder im Markt sei sicher, dass die US-Notenbank versuchen wird, den US-Dollar zu schwächen, sobald er etwas stärker wird, so die Aussage.
"Ich bin für den US-Dollar pessimistischer als für den Euro. Der US-Dollar erholte sich ganz gut, bis Ben Bernanke auf die Idee gekommen ist, Projektionen der Mitglieder des Offenmarktausschusses zum möglichen Zeitpunkt der ersten Zinserhöhung zu veröffentlichen“.
Für das Währungspaar USD/JPY hält Taylor eine Shortspekulation für aussichtsreich, sobald es nochmals zu einer Intervention der Bank of Japan kommen sollte.
"Der US-Dollar sollte gegenüber dem Yen unter Druck bleiben. Die Bank von Japan könnte bald wieder intervenieren. Im Bereich von rund 75,00 könnte die japanische Notenbank wieder eingreifen. Die guten Trader verkaufen USD/JPY dann nach der Intervention“, so die Meinung.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.
Jens Lüders
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