New York (BoerseGo.de) - Die weltgrößte Wirtschafts-und Militärmacht USA sieht sich mit einem ernsthaften Schuldenproblem konfrontiert. So behindere die durch eine erdrückende Staatsverschuldung ausgehende Gefahr in jeder Hinsicht die Handlungsfähigkeit der Regierung. Daran ändere sich auch nichts, falls das beste angenommene Szenario eintritt, indem die Wirtschaft vollständig gesundet und eine Rückkehr zu Beschäftigungsniveaus zur Zeit vor der Rezession erfolgt.
Wie in finance.yahoo.com aus einem Bericht von Associated Press weiter zu entnehmen ist, werden die von der US-Regierung abgegebenen Versprechen und Zusagen im Falle unveränderter Verhältnisse bei Steuern und Ausgaben zu einem nicht mehr aufrecht zu erhaltenden Defizit führen. Volkswirte gehen davon aus, dass die Ausgaben des Staates für soziale Sicherheit und staatliche Krankenversicherung sowie für andere wohltätige Zwecke zuzüglich zu den Zinszahlungen für die bereits auf mehr als 12,3 Billionen Dollar gewachsene Verschuldung bis 2020 voraussichtlich auf 80 Prozent der gesamten staatlichen Einnahmen steigen. Dann bestehe nicht mehr viel Handlungsspielraum für die Regierung. Dies betreffe insbesonders die vom Weißen Haus und von sämtlichen Parteien des Kongresses bislang unter Schutz gestellten Ausgaben für das Militär und den Heimatschutz..
Die Schuldenkrise werfe die Frage auf wie lange die USA noch in der Lage ist, die Rolle als führende Weltmacht auszuüben. Die Ratingagentur Moody`s sprach bereits die Warnung aus, dass das Kreditrating der USA ins Wanken geraten könnte, falls die Regierung die Lage des Haushalts nicht verbessert.
Trotz des steigenden Drucks auf die Gesetzesvertreter zur Einschränkung der Ausgaben, würden jüngste Abstimmungen im Abgeordnetenhaus darauf hinweisen, dass der Kongress nicht gewillt ist das riesige Defizit zu reduzieren. So lehnte der Kongress einen Vorschlag zur Implementierung einer zweiparteilichen Kommission zum Zweck der Defizitüberwachung mit dadurch verbundenen schmerzlichen Maßnahmen wie Steueranhebungen bereits ab. Zudem hob der Kongress zuletzt die gesetzliche Obergrenze für die Staatsverschuldung von 12,4 Billionen Dollar auf 14,3 Billionen Dollar an. Eine Nichtbereitschaft zum Sparen indiziere ebenso das von der Regierung und der demokratischen Partei zur Einführung gebrachte und gegenüber einer Defizitbeschränkung in Priorität gesetzte Programm zur Schaffung von Arbeitsplätzen.
Es sei noch nicht klar, wann für die USA der Tag der Abrechnung gekommen ist, aber der Umstand, dass die Staatsverschuldung in einigen Jahren voraussichtlich auf 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigt müsse für den Internationalen Währungsfonds und internationale Volkswirte als alarmierendes Zeichen gewertet werden, heißt es weiter in dem Bericht.
Christoph Huber,
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