New York (BoerseGo.de) - In den USA ist in den großen Metropolen im ersten Halbjahr die Rate an Zwangsvollstreckungsandrohungen gegenüber der Vergleichsperiode 2009 gestiegen. Dies berichtete der Informationsdienstleister RealtyTrac. Daraus ergebe sich ein weiteres Signal, dass in der weltgrößten Volkswirtschaft die Zwangsvollstreckungskrise in erneuter Verschlimmerung begriffen ist. Hiefür zeige sich vor allem die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit, das geringe Jobwachstum und die ungleichförmige Erholung der Hauspreise verantwortlich. Dadurch würden sich nach wie vor immer mehr Haus-Kreditnehmer außerstande sehen, ihren Verpflichtungen aus Hypothekenzahlungen nachzukommen.
Von Januar bis Juni zeigte die Aktivität bei Zwangsvollstreckungen in 154 von 206 Metropolen mit mindestens 200.000 Einwohnern nach oben. Darin erfasst sind Kredit-Nichterfüllungen, Hausversteigerungen und Beschlagnahmungen. Im ersten Halbjahr wurden rund 1,7 Millionen Hausbesitzer mit einer Androhung auf Zwangsvollstreckung bedacht. Damit erhielt jeder 78. Haushalt eine entsprechende Erklärung. Im laufenden Jahr dürften über 1 Million Haushalte infolge einer Zwangsvollstreckung ihr Heim verlieren.
Für Erhellung sorge nur der Umstand, dass anhand der jüngsten Daten in neun der zehn am härtesten getroffenen Metropolen die Zwangsvollstreckungsrate gesunken ist. Daraus resultiere die Möglichkeit, dass der Trend in diesen Städten bereits auf einen Höhepunkt gestoßen ist. Es gebe jedoch noch immer Regionen deren Zwangsvollstreckungsraten den landesweiten Durchschnitt um bis zum fünffachen überschreiten.
Gemäß RealtyTrac-Vice President Rick Sharga sind die Annahmen über die Entwicklung der nächsten sechs Monate von Unsicherheit getragen. Aus der Kombination eines schwachen Arbeits-und Hausmarkts gebe es in einigen Regionen erschwerende Umstände.
Christoph Huber,
Sie müssen sich erst anmelden, um Kommentare abgeben zu können. Login
Kommentare (0)
Einen Kommentar abgeben: