Irvine (BoerseGo.de) - In den USA sind die Anmeldungen auf Haus-Hypotheken-Zwangsvollstreckungen im September gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1 Prozent auf 347.420 gestiegen. Dies berichtete der Informationsdienstleister RealtyTrac. Den 19. Monat in Folge lag das Niveau bei über 300.000. Im Vergleich zu August stellte sich ein Anstieg von nahe 3 Prozent ein.
Die Zwangsvollstreckungen legten im dritten Quartal auf Jahressicht um 4 Prozent auf 930.437 zu. Im Vergleich zum Vorquartal ergibt sich ein Rückgang von 1 Prozent.
Landesweit sah sich im August jeder 371. Haushalt mit der Zustellung einer Zwangsvollstreckungsanmeldung konfrontiert.
Die Zahl der von Kreditgebern beschlagnahmten bzw. gepfändeten Immobilien ist im abgelaufenen Monat von 95.364 im August auf 102.134 gestiegen. Dies entspricht der höchsten jemals registrierten monatlichen Zahl seit dem Beginn von entsprechenden Erhebungen im Jahr 2005. Die Beschlagnahmungen schossen im dritten Quartal gegenüber dem dritten Quartal 2009 um 22 Prozent auf 288.345 nach oben.
Für die kommenden Monate wird wegen der jüngsten Aussetzung der Beschlagnahmungen durch die größten Kreditgeber des Landes infolge fragwürdiger Zwangsvollstreckungspraktiken mit rückläufigen Zwangsvollstreckungen und Zwangsenteignungen gerechnet. Falls aber die Kreditgeber ihre Unterlagenprobleme bei Zwangsvollstreckungsprozessen rasch lösen werde auf diese Verschnaufpause ein rasches Anziehen der entsprechenden Aktivitäten folgen. Falls keine rasche Lösung möglich ist könne auf den gesamten Hausmarkt ein schauriger Effekt entfallen, zumal es durch die ausgesetzten Verkäufe der mit einem Zwangsvollstreckungsverfahren behafteten Häusern zum Wachsen von Lagerbeständen kommt, wodurch die weitere Entwicklung der Hauspreise mit Bestimmtheit von höherer Unsicherheit getragen ist. Die Masse an Verkäufen notleidender Immobilien weise gegenüber den gesamten Hausverkäufen immerhin einen Anteil von fast einem Drittel auf, heißt es von RealtyTrac-CEO James J. Saccacio.

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