Irvine (BoerseGo.de) - Gemäß dem Informationsdienstleister RealtyTrac sind in den USA die Anträge auf Haus-Hypotheken-Zwangsvollstreckungen im Februar gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 6 Prozent auf 308.524 gestiegen. Dies entspricht dem geringsten Zuwachs seit dem Beginn der von RealtyTrac im Januar 2006 vorgenommenen entsprechenden Erhebungen. Im Vergleich zum Vormonat ergibt sich jedoch ein Rückgang von 2 Prozent. Den zwölften Monat in Folge lag das Niveau bei über 300.000.
Landesweit sah sich im Januar jeder 418. Haushalt mit der Zustellung einer Zwangsvollstreckungsanmeldung konfrontiert.
Die Zahl der von Kreditgebern im Februar beschlagnahmten Immobilien ist im Monatsvergleich um 10 Prozent auf 79.000 gesunken. Hier stellt sich jedoch auf Jahressicht ein Anstieg von 6 Prozent ein.
Die höchste Rate an Zwangsvollstreckungen wies den 38. Monat in Folge Nevada aus. Hier sah sich jeder 102. Haushalt mit einer Zwangsvollstreckungsanmeldung konfrontiert. Dahinter reihen sich Arizone, Florida, Kalifornien, Michigan, Utah, Idaho, Illinois, Geogria und Maryland.
Gemäß RealTrac.-Vice President Rick Sharga ist es trotz der leichten Entspannung noch zu früh, um über die Zwangsvollstreckungsproblematik bereits einen Sieg auszurufen. Jedoch gebe es den Beginn einer Verlangsamung der Zwangsvollstreckungsraten. Dabei handle es sich um eine gute Sache. RealTrac.-CEO James J. Saccacio sieht in dem Niveau nicht unbedingt ein Anzeichen für ein schwächeres Zwangsvollstreckungsrisiko und geringer werdende Belastungen der Hausbesitzer. Die Verlangsamung gehe vor allem auf das Konto der Vorbeugungsprogramme und der gesetzlichen Maßnahmen. Dadurch werde der Zwangsvollstreckungsprozess zur Verzögerung gebracht.
In 2009 legten die Zwangsvollstreckungen auf einen Rekord von 2,8 Millionen zu. RealtyTrac sieht für dieses Jahr ein weiteres Anschwellen auf über 3 Millionen als wahrscheinlich.
Christoph Huber,
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