Berlin (BoerseGo.de) - Aufgrund der von der US-Regierung und der US-Notenbank Fed künstlich am Leben gehaltenen Immobiliennachfrage in den Jahren 2000 bis 2006 (niedrige Zinsen, Deregulierung der Kreditvergaberichtlinien, staatliche Förderung des Immobilienerwerbs), ist der Nachfragerückgang am Immobilienmarkt nun besonders stark. Zu dieser aktuellen Einschätzung kommt Guido Lingnau, Fondsmanager bei der Guliver Finanzberatung in Berlin. "Aktienmärkte und Immobilienmärkte haben seit der Subprime-Krise einen Großteil des Vertrauens der Menschen verloren. Es wird konservativ gespart. Besonders mit der Tilgung von Immobiliendarlehen", so der Experte.
Gegenüber den derzeitigen Maßnahmen der US-Notenbank Fed zeigt sich Lingnau skeptisch: "Das neu gedruckte Geld der Fed wird wohl weiterhin über den Staatshaushalt an die privaten Haushalte fließen, dort durch eine beschleunigte Kredittilgung wieder bei der Notenbank landen und dann über den Staatshaushalt eine erneute Runde antreten. Das führt nur zu einer Verlagerung der privaten Verschuldung zum Staat und verzögert bzw. verhindert den notwendigen Anpassungsprozess bei den Lohnstückkosten", führt der Fondsmanager aus. Aufgrund der zu geringen Wettbewerbsfähigkeit weiter Teile der US-Wirtschaft werde die Handelsbilanz weiter negativ bleiben, was insgesamt zu einer Zunahme der Gesamtverschuldung in den USA führt, heißt es weiter.
Sebastian Weber,
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