• Vor wenigen Minuten wurden in den USA neue Daten zur Entwicklung der Einzelhandelsumsätze gemeldet. Im Berichtsmonat Januar ergab sich ein Anstieg um 0,4% M/M. Exklusive Automobile weist die Zeitreihe eine auf den ersten Blick erfreuliche Veränderungsrate von 0,7% M/M auf.
• Die vorgenommenen Revisionen, die vor allem die Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen exklusive Autos betrafen, relativieren diesen Eindruck jedoch; bei letzterer Zeitreihe steht nun für die Veränderungsrate im Dezember ein unerfreulicher Wert von -0,5% M/M. Insofern ist der aktuelle Anstieg auch eine Gegenbewegung.
• Die heute gemeldeten Zahlen sind somit sicherlich eine gewisse Enttäuschung. Die Markterwartungen waren allerdings auch bereits sehr optimistisch. Insofern sollte der heutige Anstieg auch nicht zu negativ interpretiert werden.
• An dieser Stelle lohnt vielleicht auch ein Blick auf die Details des aktuellen Reports. Bei der
Komponente Kraftfahrzeuge und Teile kam es mit einem Rückgang um 1,1% M/M zu einer negativen Überraschung, wobei Revisionen die Interpretation jedoch klar erschweren.
• Die beiden eng am Immobilienmarkt hängenden Subindizes Baumaterialien und Möbel weisen im Prinzip ein Nullwachstum auf. In beiden Kategorien hatten sich aber im Vormonat deutliche Zuwächse gezeigt. Insofern handelt es sich nur um „normale“ Gegenbewegungen.
• Nach der signifikanten Abschwächung im Dezember (Veränderungsrate von -5,1% M/M) hätte es bei den Absatzzahlen mit Elektroartikeln durchaus etwas mehr sein dürfen. Der gemeldete Zuwachs um nur 0,5% M/M ist somit eine gewisse Enttäuschung.
• Bei den Umsätzen an Tankstellen kam es dagegen zur erwarteten Gegenbewegung. Nach einem Rückgang um 2,6% M/M im Vormonat zeigt sich am aktuellen Rand der erwartete Anstieg, der mit einer Veränderungsrate von +1,4% M/M durchaus im Rahmen der Erwartungen liegt.
Fazit: Die heutigen gemeldeten Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen sind eher eine negative Überraschung. Dies gilt vor allem aufgrund der vorgenommenen Revisionen. Zudem waren die Markterwartungen bereits recht ambitioniert. Insofern sollten die eben veröffentlichten Daten, die immerhin einen ordentlichen Anstieg anzeigen, sicherlich auch nicht zu negativ interpretiert werden. Wir hoffen ohnehin, dass die zuletzt freundliche Entwicklung am Arbeitsmarkt den US-Konsum perspektivisch stützen wird.
Quelle: Postbank
externer Redakteur
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