New York (BoerseGo.de) - Der unter großen US-Banken zuletzt ersichtlich gewordene Trend zu Einnahmenrückgänge dürfte sich gemäß einem Bericht von Bloomberg fortsetzen und die Branche auf die geringste Wachstumsperiode seit der großen Depression entgegen steuern lassen. Im Vorjahr generierten die sechs größten Banken des Landes noch Einnahmen in Rekordhöhe. Das dritte Quartal 2010 ging jedoch gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mit durchschnittlichen Rückgängen von 8 Prozent einher. Auf Sicht der vergangenen zwei Quartale ergaben sich Einbußen von 16,3 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf schwächten sich die Einnahmen um 4,1 Prozent ab. Die Rückgänge sahen sich insbesondere durch schwächere Ergebnisse aus den einzelnen Handelssparten getrieben. Diese Entwicklung sei vor allem auf die Einführung neuer restriktiver Vorschriften bei Verhängung von Gebühren für Bank-und Kreditkartenkonten sowie auf neue Regeln für den Derivate-und Kapitalmarkt zurückzuführen. Im übrigen habe sich der in den negativen Bereich übergelaufene Trend über die vergangenen beiden Quartale auf fast jeden Geschäftszweig der Banken ausgebreitet. Daraus resultieren Gewinnschmälerungen, Rückgänge bei Aktienkursen und geringere Perspektiven für Bonusse und Personaleinstellungen.
Im kommenden Jahr wird unter Berufung auf den bekannten New Yorker-Bankanalysten von Credit Agricole Securities Mike Mayo der Beginn eines Jahrzehnts erfolgen, innerhalb dessen für Banken das geringste Einnahmenwachstum seit 80 Jahren zu erwarten ist. Die Einkünfte hätten sich im abgelaufenen Quartal nicht schwach entwickelt und dürften ebenso im nächsten Jahr nicht zu tatsächlicher Schwäche neigen, aber er erwartet über die kommenden zehn Jahre einen insgesamt schwachen Trend. Damit verringere sich für die Geldhäuser deren Gewinnsteigerungspotenzial, heißt es weiter von Mayo.

Sie müssen sich erst anmelden, um Kommentare abgeben zu können. Login
Kommentare (0)
Einen Kommentar abgeben: