US-Banken: Obamas Prügelknaben
Kategorie: US-Markt News | Fundamentalanalyse / Research | USA Wirtschaftsdaten | Analysen zu US-Unternehmen | Top-Artikel | Datum: 22.01.2010
Der Broker RBC Capital, der nicht zu den Großbanken zählt, kommentierte die Attacke heute in einer Notiz an seine Klienten. Danach sei der gestrige Angriff der Obama-Administration auf die Wall Street Konzerne eine Reaktion auf das „schockierende“ Wahlergebnis vom Dienstag. Im Bundesstaat Massachusetts hatte die im US-Kongresse herrschende Obama-Partei „Demokraten“ einen wichtigen Senatssitz verloren. Daher sei die von der Obama-Administration geplante extrem teure Gesundheitsreform in der derzeitigen Form im Kongress nicht durchsetzbar, also gestorben.
Als Resultat hat sich, so RBC Capital, der Präsident einen „neuen Prügelknaben“ (sic) gesucht - nämlich die Großbanken. Weil die Kreditkonzerne in der breiten Bevölkerung sehr unpopulär sind (gelinde ausgedrückt) versucht der zuletzt weniger beliebte Obama jetzt die populistische Karte auszuspielen, um genügende Stimmen für sein Gesundheitsreform-Projekt einzusammeln, glaubt der Broker. Die entscheidende Kongress-Abstimmung dazu findet im kommenden November statt. Dazu passten auch die verbale Angriff auf die Banken-Bonuse und die Ankündigung einer Strafsteuer auf Großbanken, die vom Staat gestützt wurden, obwohl diese die staatlichen Hilfen weitgehend mit Zinsen und Zinseszinsen zurückgezahlt haben.
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