Washington (BoerseGo.de) - In den USA sind im August 54.000 Stellen gestrichen worden. Dies berichtete das Arbeitsministerium. Damit zeigt die Richtung der Beschäftigung zum dritten Mal in Folge nach unten. Die von Bloomberg befragten Experten rechneten für dieses Monat mit dem Abbau von 105.000 Stellen.
Im Zusammenhang mit dem Ende der benötigten Verwendung von kurzfristig eingestellten Arbeitskräften für eine in den USA stattfindende Volkszählung gelangten bei Behörden 114.000 Stellen zur Streichung. Wegen der Volkszählung stehen noch immer 82.000 Arbeitskräfte in einem auf kurzfristiger Dauer befristeten Beschäftigungsverhältnis. Daraus ergibt sich für die Entwicklung im Stellenbereich eine entsprechende Verzerrung.
Von privater Seite wurden im August 67.000 Jobs geschaffen. Auf dieser Basis sah der Konsens lediglich 40.000 neue Stellen vor. Das ursprünglich ausgewiesene Wachstum privater Stellen zu Juli wurde von 71.000 auf 107.000 nach oben revidiert.
Im Bereich der Industrie ergab sich im abgelaufenen Monat ein unerwartet deutlicher Stellenverlust von 27.000. Im Juli wurden hier noch 34.000 Jobs neu geschaffen. Die Baubranche verzeichnete mit 19.000 neuen Stellen das erste positive Jobwachstum seit vier Monaten. Im Einzelhandel wurden 4.900 Stellen abgebaut. Der größte Stellenverlust ergab sich bei Behörden mit dem Abbau von insgesamt 121.000 Jobs.
Die Arbeitslosenquote ist im August wie erwartet von 9,5 Prozent auf 9,6 Prozent gestiegen. Dies entspricht dem höchsten Niveau seit vergangenen Mai.
Die durchschnittlichen Stundenlöhne sind im Vergleich zum Vormonat um 3 Cents bzw. 0,2 Prozent auf 19,08 Dollar gestiegen. Die Markterwartungen sehen hier eine Steigerung von 0,1 Prozent vor. Auf Jahressicht stellte sich eine Steigerung von 1,7 Prozent ein. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit blieb unverändert bei 34,2 Stunden.
Christoph Huber,
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