US-Arbeitsmarkt: Stratege glaubt an Erholung

Kategorie: US-Markt News | Fundamentalanalyse / Research | Top-Artikel | Datum: 09.03.2010

New York (BoerseGo.de) - Aus der Geschichte ergibt sich die Wahrscheinlichkeit, dass in den USA die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten kein neues 26-Jahreshoch markieren wird. Davon geht gemäß einem Bericht von Bloomberg der leitende Stratege Lakshman Achuthan vom New Yorker Marktforschungsunternehmen Economic Cycle Research Institute aus. Die Arbeitslosenrate stand im Februar bei 9,7 Prozent. Vergangenen Oktober stellte sich mit 10,1 Prozent das höchste Niveau seit 1983 ein.

Während der gesamten Nachkriegszeit habe es nicht den Fall gegeben, dass die Arbeitslosenrate um vier Zehntel Prozentpunkte gesunken ist, um in der Folge ein neues Hoch auszubilden. Die Arbeitslosenrate habe daher im Rahmen des laufenden Zyklus ihr Hoch vermutlich bereits gesehen. Wegen einer wenig berauschenden Verbesserung bleibe aber die Rate vorerst auf einem langfristig hohem Niveau. Die Qualifikation vieler Amerikaner treffe auf dem Arbeitsmarkt derzeit auf keine Nachfrage. Der Anteil der langfristig Arbeitslosen mit einer über sechs Monate anhaltenden Beschäftigungslosigkeit liege bei 40 Prozent. Die restlichen 60 Prozent seien der Kategorie der kurzfristig Arbeitslosen zuzuordnen.

Für den jüngsten Rückgang der Arbeitslosenrate habe sich unter anderem der Umstand verantwortlich gezeigt, dass Arbeitssuchende imstande sind, eine Beschäftigung jenseits ihrer ausgebildeten Fertigkeiten zu erlangen. An derartigen Möglichkeiten mangle es bei langfristig Arbeitslosen. Der Arbeitsmarktbericht vom 5. März mit einem geringer als erwartet ausgefallenen Stellenrückgang in Höhe von 36.000 wies im Bereich des Abbaus vor allem auf einen Beschäftigungsrückgang in der Baubranche in den von Schneestürmen betroffenen Regionen hin. Dagegen stieg die Beschäftigung im Teilzeitarbeitsbereich und in der Industrie. Weiters stieg die Arbeitslosenrate im Februar mit Einbeziehung der aus dem Arbeitsmarkt verdrängten und frustrierten Arbeitskräfte von 16,5 auf 16,8 Prozent.
 

Bild: ©iStockphoto.com/ftwitty

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Christoph Huber,
Redakteur

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