US-Anleihen tendieren nach Konjunkturdaten schwächer

Kategorie: Anleihe-News | Marktberichte (Dow Jones) | Datum: 01.02. 21:54

NEW YORK (Dow Jones) - Ermutigende Konjunkturdaten haben die US-Anleihen am Mittwoch belastet. Allerdings rückte die Schuldenkrise in der Eurozone wieder stärker ins Bewusstsein der Anleger, was die Kursverluste der Treasurys begrenzen half. Eine Meldung, wonach sich Griechenland schon in wenigen Stunden mit seinen privaten Gläubigern einigen könnte, erwies sich als Missverständnis. Die Verhandlungen werden sich wohl noch Tage hinziehen.

Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 2,000 Prozent verloren im späten New Yorker Handel 11/32 auf 101-14/32 und rentierten mit 1,84 Prozent. Der mit 3,125 Prozent verzinste Longbond gab um 1-9/32 nach auf 102-12/32. Seine Rendite stieg auf 3,00 Prozent.

Gute Konjunkturdaten aus China und Europa hatten die US-Anleihen schon im europäischen Handel belastet. Zusätzlicher Druck kam mit den US-Konjunkturdaten auf.

Aus dem am Mittwoch veröffentlichten Arbeitsmarktbericht des privaten Dienstleisters ADP ging hervor, dass im Januar in der Privatwirtschaft 170.000 Stellen geschaffen wurden. Diese Zahl deckte sich mit der Konsensschätzung der Volkswirte.

Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe erreichte im Januar einen Stand von 54,1 nach 53,1 im Dezember. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten zwar einen Anstieg auf 54,5 prognostiziert, gleichwohl wurde positiv vermerkt, dass die US-Wirtschaft mit Schwung in das neue Jahr gestartet ist. Die Bauausgaben wuchsen im Dezember um 1,5 Prozent. Hier war ein Plus von 0,5 Prozent erwartet worden.

Am Mittwoch veröffentlichte das US-Finanzministerium zudem die Details der Quartalsrefundierung. In der kommenden Woche werden drei-, zehn- und 30-jährige Anleihen verkauft. Einige Anleger könnten sich auch aus dem Markt zurückgezogen haben, weil sie diese Auktionen abwarten wollten, sagten Händler.

DJG/DJN/cln

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