NEW YORK (Dow Jones) - Die US-Anleihen zeigen sich am Montag nach der feiertagsbedingten Handelspause am Freitag wenig bewegt. Weiter gingen die Hauptimpulse von Europa und der dortigen Schuldenkrise aus, berichten Händler. Nach den jüngsten Regierungswechseln in Italien und Griechenland hätten einige Anleger Gewinne mitgenommen. Für Unterstützung sorge unterdessen ein wenig berauschendes Ergebnis der ersten Auktion italienischer Anleihen nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Berlusconi.
Zehnjährige Treasuries mit einem Kupon von 2,000% geben gegen 15.45 Uhr MEZ um 3/32 nach auf 99-12/32 und rentieren mit 2,07%. Der mit 3,750% verzinste Longbond liegt 1/32 im Plus bei 99-30/32 und rentiert mit 3,13%.
Die erste Euphorie über die Regierungswechsel in Italien und Griechenland sei schon wieder weitestgehend verflogen, nachdem Italien bei einer Auktion fünfjähriger Anleihen am Morgen die höchsten Zinsen seit 14 Jahren gezahlt habe, heißt es im Handel. Dies habe erneute Zweifel hervorgerufen, ob sich Italien ohne Hilfe von außen noch weiterhin am Anleihemarkt finanzieren könne. "Es sind noch immer alle Blicke auf Europa gerichtet und es herrscht die Angst, dass einer der Euro-Staaten implodieren könnte", kommentiert Thomas Roth von Mitsubishi UFJ Securities (USA).
Bei Nomura heißt es, die US-Renditen lägen sicher nicht nahe 2%, gäbe es die politische Unsicherheit in Europa nicht, die für eine verstärkte Nachfrage nach US-Papieren sorge. Konjunkturseitig seien im Tagesverlauf keine Impulse zu erwarteten, berichten Händler unterdessen.
DJG/DJN/kko
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