UBS verpasst Gewinnerwartungen

Kategorie: Finanznachrichten Schweiz | News des Tages CH | News SMI | Datum: 07.02. 08:10

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Zürich (Godmode-Trader.ch) - Die Grossbank UBS hat das Geschäftsjahr 2011 mit einem den Aktionären zurechenbaren Reingewinn von 4,2 Milliarden CHF abgeschlossen. Das verwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 1,10 CHF. Im Wealth Management stieg der Vorsteuergewinn um 16 Prozent auf 2,7 Milliarden CHF und bei Retail & Corporate um 8 Prozent auf 1,9 Milliarden CHF. Der Vorsteuergewinn bei Wealth Management Americas stieg auf 504 Millionen CHF, nach -130 Millionen CHF im Vorjahr. Insgesamt wurden Kosten in Höhe von 2,1 Milliarden CHF eingespart. Zudem sei der Bonus-Pool um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert worden.

Mit Blick auf das vierte Quartal ergab sich ein Vorsteuergewinn von 584 Millionen CHF sowie einen den Aktionären zurechenbarer Reingewinn von 393 Millionen CHF. Der Konzernumsatz wird mit 6,0 Milliarden CHF beziffert. Das Kernkapital Tier 1 nach Basel II stieg von 18,4 auf 19,7 Prozent. Das verwaltete Vermögen stieg per Ende Jahr um 7 Prozent auf 2.200 Milliarden CHF. Die Nettoneugelder im Wealth Management betrugen 35,6 Millionen CHF.

Der Verwaltungsrat schlägt den Aktionären an der kommenden Generalversammlung eine Dividende von 0,10 CHF je Aktie vor. Zudem soll anschliessend ein progressives Kapitalrückführungsprogramm implementiert werden. "Mehr denn je verlangen unsere Kunden Sicherheit, Stabilität sowie die beste Beratung, um erfolgreich durch turbulente Märkte zu navigieren. Wir sind einzigartig positioniert, um genau das zu bieten. Wir bauen unsere Kapitalbasis weiter aus und liegen damit vorne im Vergleich zur Branche, die als Ganzes auf die Erfüllung der neuen Kapitalanforderungen hinarbeitet", kommentiert CEO Sergio P. Ermotti die Zahlen.

Für das angelaufene Geschäftsjahr 2012 zeigt sich die Grossbank zurückhaltend. Die anhaltenden Konjunktursorgen und Schuldenbelastungen in der Eurozone dürften sich auch im ersten Quartal 2012 negativ auf die Kundenaktivitäten auswirken. "Bei solchen Verhältnissen wäre es unwahr­scheinlich, dass in Bezug auf die herrschenden Marktbedingungen eine nachhaltige und deutliche Erholung einsetzt, womit Ertragswachstum, Nettozinsmargen und Nettoneugelder potenziell unter Druck kämen", so die Bank.

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Sebastian Weber,
Redakteur

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