New York (Godmode-Trader.ch) – Die schweizerische Großbank UBS will ihre Investmentbanking-Sparte deutlich verkleinern. Stattdessen soll die Vermögensverwaltung stärker in den Fokus gerückt werden, wie UBS-Chef Sergio Ermotti am Donnerstagabend auf dem Investorentag in New York bekannt gab.
Ziel der Beschneidung des Investmentbankings ist der Abbau von Risiko. Dazu will die UBS in der Investmentbank mehrere Geschäftsfelder reduzieren oder ganz aufgeben. Der Anteil riskanter Wertpapiere in den eigenen Büchern soll bis 2016 auf die Hälfte, unter 150 Milliarden Schweizer Franken, reduziert werden. Beschneidungen sind vor allem beim Handel mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen geplant. Die Zeit der Traumrenditen ist damit vorbei: Die Zielgröße für die Eigenkapitalrendite des Konzerns sinkt von derzeit 15 bis 20 Prozent ab 2013 auf 12 bis 17 Prozent.
Die Zahl der Beschäftigten im Investmentbanking soll angesichts dessen von derzeit rund 18.000 bis Ende 2013 auf 16.500 reduziert werden und dann bis 2016 auf 16.000 sinken. Der Stellenabbau fällt damit größer aus als bislang geplant. Im August hatte die UBS im Investmentbanking noch einen Abbau von rund 1.600 Stellen ins Auge gefasst.
Ausbauen will die Großbank hingegen die sichere Vermögensverwaltung. Dort will die UBS, die bisher schon rund 1.400 Milliarden Franken Vermögen verwaltet, ihre Stellung in der Schweiz, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in den Schwellenmärkten ausweiten. Angestrebt wird ein jährliches Wachstum des Nettoneugeldes von drei bis fünf Prozent.
Zudem vermeldete die UBS, dass man 2011 eine Dividende von zehn Rappen pro Aktie ausschütten will. Zuletzt hatte die UBS 2006 eine Bar-Dividende gezahlt.
Tomke Hansmann
Sie müssen sich erst anmelden, um Kommentare abgeben zu können. Login
Kommentare (0)
Einen Kommentar abgeben: