London (BoerseGo.de) - Die von schweren Schuldenkrisen gebeutelten südeuropäischen Länder sehen sich zwischen einer überbewerteten Währung und niedriger Wettbewerbsfähigkeit gefangen. Diese leidvolle Situation bringt die Eurozone voraussichtlich zum Zerbrechen. Davon geht gemäß einem Bericht von Bloomberg der Stratege Albert Edwards von Societe Generale SA aus. Das Problem für Länder wie Portugal, Spanien und Griechenland bestehe in einem bereits seit Jahren unangemessen niedrigem Niveau der Zinsen und einer damit verbundenen Überhitzung und Inflationsbeschleunigung. Selbst falls die Regierungen der betroffenen Länder imstande sind die Defizite zu begrenzen, erfordere deren Mangel an Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Eurozone eine jahrelange Deflation. Im übrigen dürfte eine Finanzhilfe für Griechenland eine unvermeidliche Spaltung der Eurozone lediglich verzögern. Anders als Japan oder in den USA sei Europa bei Auftreten starker konjunktureller Beschwerden mit einer unglücklichen Tendenz in Richtung sozialer Unruhen behaftet, heißt es weiter von Edwards.
Albert Edwards hat gemäß einer vorjährigen Umfrage die Wahl zum zweitbesten europäischen Strategen erhalten. Gleichzeitig wurde dabei Societe Generale das dritte Jahr in Folge als Top-Adresse im Bereich der Strategie und konjunkturellen Marktforschung anerkannt.

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