Es muss nicht immer die Senator-Card sein: Gesunder Menschenverstand hilft manchmal für ein Upgrade.
Jüngst gab es etliche Meldungen rund um die angeblichen Begünstigungen für gewisse Politiker. Da war auch von Gratis-Upgrades die Rede. In diesem Zusammenhang fragen sich viele Gelegenheitsflieger, wie man als Normalsterblicher mit einem Economy-Class-Flugticket in den vorderen Klassen mitfliegen kann. Mit etwas Glück ist die Beförderung in einer höheren Service-Klasse auch für jedermann möglich. Eine Garantie gibt es zwar nicht, dennoch weiß
Dr. Christian Saller, Geschäftsführer von der Flugsuchmaschine
swoodoo.com, wie sich aus einer Reise unter Umständen noch mehr rausholen lässt: »Mit ein bisschen Glück und gesundem Menschenverstand steigt die Chance, einen Platz in der begehrten Business Class zu ergattern.«
Flugsuchmaschine findet günstige Flüge im Internet – Upgrades sind selbst auszuhandeln (Bild: swoodoo.com)
Dr. Saller hat deshalb für alle Normalflieger fünf Punkte zusammengestellt, mit denen sich evtl. ein Flug in der Touristenklasse in ein Flugerlebnis in der Business-Class wandeln lässt. Frei nach dem Motto: Es muss nicht immer die Senator- oder Frequent-Traveller-Card sein, die zum Upgrade verhilft.
1) Voll gebuchte Economy-Class: Faustregel: Auf schwach gebuchten Verbindungen ist in der Regel nichts zu holen. Wer dagegen auf einem vollen oder sogar überbuchten Flug in die Ferne reist, hat deutlich höhere Chancen. Hier macht Reisen in der Hochsaison also ausnahmsweise mal Sinn.
2) Dresscode beachten: So oder so ist adrette Kleidung gefragt. Wer mit Jogging-Hose und Turnschuhen am Check-In-Schalter erscheint, wird von Airline-Mitarbeitern in der Regel nicht für ein Upgrade auserwählt.
3) Flugmeilen sammeln: Wem diese Prognose zu vage ist, der sollte geschickt auf die Wirkung von Flugmeilen im Rahmen von Kundenbindungsprogrammen von Fluggesellschaften setzen. Der Meilen-Kontostand lässt sich beispielsweise durch verschiedene Zeitschriften-Abos erhöhen, die mit den Fluggesellschaften ein Abkommen haben. Wer bestimmte Titel ohnehin regelmäßig liest, profitiert dadurch doppelt. Eine andere Möglichkeit, um an die begehrten Bonuspunkte für ein Upgrade heranzukommen, sind die Meilenkonten von Verwandten und Bekannten. Viele Reisende sind sich ihrer Schätze gar nicht bewusst und oftmals bereit, ihre Meilen an Verwandte zu verschenken, bevor ihre Punkte verfallen.
4) Sich mit der Crew gutstellen: Sympathie mit der Bordbesatzung ist kein Garant für eine Versetzung in die Business-Class, aber man hört von vielen Einzelfällen, wo der Purser, der Chef-Steward einer Maschine, Passagiere bei Verfügbarkeit in die vorderen Reihen gebeten hat.
5) Upgrades am Flughafen kaufen: Letztendlich gibt es natürlich auch die ganz einfache Möglichkeit, Upgrades zu kaufen. British Airways bietet Kunden beispielsweise bis zu ihrem Abflug immer wieder die Chance, die Buchung in eine höhere Klasse zu erwerben. Upgrades auf Europastrecken sind oftmals während des Online-Check-Ins für nur 70 Euro zu ergattern. In London Heathrow stehen dagegen sogar Schalter zur Verfügung, die sich ausschließlich dem kurzfristigen Kauf eines Upgrades kurz vor dem Abflug widmen. Hier sollte aber jeder Reisende kritisch prüfen, ob das Investment überhaupt Sinn macht. Bei einer schwach gebuchten Economy-Klasse stehen ohnehin oftmals ganze Reihen zur Verfügung, auf denen sich der Passagier ausstrecken kann. Daher gilt: Vor dem Kauf des Upgrades immer nach der Auslastung der Touristenklasse fragen. Auf einer freien Dreier-Reihe lässt es sich oftmals besser schlummern als in einem Sessel der Business-Class. (eh)
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