ThyssenKrupp: „Verkaufen“ – Erholung noch nicht nachhaltig
Kategorie: News Warenterminbörsen | Analysen: DAX, TecDAX, MDAX, EUROSTOXX | Datum: 26.01.2010
„Der Aktienmarkt unterstellt unseres Erachtens bereits eine Nachhaltigkeit der Erholungsentwicklung, die wir so noch nicht sehen“, erläutern die Analysten. Der Konzernumbau sei aus ihrer Sicht auch mit Blick auf das Segment „Stainless“ noch nicht als komplett vollzogen an. Für das Geschäftsjahr 2009/10 erwarten sie deswegen zusätzliche Belastungen. Die Budgetaufstockung stelle eine negative Überraschung dar, da das Management erst vor zwei Monaten zugesagt hatte, dass mit dem Abschluss 2008/09, EBT -2,3 Milliarden Euro, umfassende Vorsorge für die Neubauprojekte getroffen worden wäre. Das Kursziel sei wegen der Nachfrageverbesserung erhöht worden.
Das internationale Stahlpreisgefüge ist seit 12/2009 aufwärtsgerichtet. Die Nachfrageentwicklung ist auch weiterhin fragil: Von hoher Bedeutung ist, welche Stahlpreiserhöhungen seitens der Stahlhersteller zum März 2010 durchsetzbar sind. Druck auf die Margen sei durch steigende Rohstoffkosten wie Eisenerz zu erwarten. Im Fokus stehe zudem die Frage, wie sich der tatsächliche Stahlverbrauch in Europa und Nordamerika über das derzeitige Auffüllen der Lager bei den Stahlabnehmern hinaus im zweiten Halbjahr von 2010 entwickeln werde. In einem solchen Szenario werde ebenfalls die Preisdisziplin von hoher Bedeutung sein, wobei auch der internationale Stahlhandel, zum Beispiel mit Importen aus Asien, nicht außer Acht gelassen werden dürfe.
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