Frankfurt (BoerseGo.de) – Bei der Lufthansa sind die Tarifverhandlungen für rund 50.000 Beschäftigte am Boden und in der Kabine bei der Lufthansa Cargo, der Lufthansa Service Gesellschaft (LSG), der Lufthansa Technik und Lufthansa Systems am heutigen Dienstag fortgesetzt worden.
Die neue Verhandlungsrunde ist auf zwei Tage angesetzt und findet in Mörfelden-Walldorf in Hessen statt. Mit einer Einigung wird frühestens am morgigen Mittwoch gerechnet. Am heutigen Dienstag konnten noch keine Fortschritte erzielt werden, wie eine Sprecherin der Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mitteilt.
Auf dem Tisch liegt die Forderung der Gewerkschaften Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) um eine Gehaltserhöhung von 6,1 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem fordert die Gewerkschaft Verbesserungen für die Auszubildenden im Konzern. „Es muss endlich wieder mehr Geld in die Taschen der Beschäftigten kommen“, fordert ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle.
Die Lufthansa lehnt die Forderung als zu hoch ab und bietet eine Gehaltssteigerung von 3,3 Prozent bei einer Laufzeit von 15 Monaten an. Das Angebot gilt jedoch nur beschränkt, da die Lufthansa die Offerte von einer Lösung der Strukturprobleme bei der Catering-Gesellschaft LSG und in der Kabine abhängig macht. Zudem fordert die Lufthansa längere Arbeitszeiten.
Die Forderung nach einer Arbeitszeitverlängerung lehnt die Gewerkschaft ab. „Damit soll eine Profitmaximierung auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden“, kritisierte Christine Behle. „Ein solches Ansinnen ist unseriös. Wir erteilen ihm eine klare Absage.“
Christian Zoller
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