Ein Foto mit lauter Apple-PCs benützenden Studenten ist nur ein PR-Gag aus dem Jahr 2007.
Seit einigen Tagen verbreitet sich in Facebook & Co ein Foto, das lauter Studenten im Hörsaal mit Apple-Notebooks zeigt. Der Gag dabei: Eine einzige Studentin benützt einen Laptop einer anderen Marke. Das Bild – es entstand bereits 2007 – sollte die vermeintlichen Erfolge des Apple-Konzerns illustrieren. Doch das Foto ist ein PR-Foto, und Teil einer seinerzeitigen Guerilla-Marketing-Kampagne.

Viral verbreitetes PR-Foto: Eine Studentin hat keinen Apple-Notebook (Bild: montaraventures.com)
Interessanterweise verbreitet es sich diese Tage erneut rasend schnell über die bekannten Social-Media-Websites wie Facebook & Co. Witzbolde haben das Foto mittlerweile etwas verfremdet – und diese eine Person, die kein Apple-Notebook nutzt, besonders kenntlich gemacht. Meist mit dem Hinweis auf den Windows-PC-Hersteller Acer.
Das Bild geisterte seinerzeit durch viele Gazetten mit keinerlei Hinweis, dass es ein offizielles PR-Foto seitens Apple ist, moniert die »Deutsche Mittelstands Nachrichten«. Das Blatt geht zur Recht darauf ein, dass Apple vor allem in den USA wohl viele Journalisten im Laufe ihres Berufslebens, vor allem zu Studentenzeiten, gesponsert hat – und diese es halt einfach nun »vergessen« haben, die wirkliche Quelle anzugeben.
Das PR-Foto entstand an der Universität Missouri offensichtlich mit Statisten. Viele Universitäten in den USA lassen sich aufgrund von Geldmangels sponsern, eben u.a. auch von Apple. Tatsächlich versteht es Apple mit solchen viralen Marketing-Kampagnen gut, sich in den Köpfen der zukünftigen Karrierepersonen festzusetzen.
Kaum erwähnt wird dagegen in der breiten Medienberichterstattung in den USA, dass Apple gerade 60 Gerichtsklagen von iPhone-Anwendern auf dem Tisch hat, weil auf dem Smartphone die Spionage-Software »Carrier IQ« installiert ist. Diese Software ist freilich auch auf anderen Smartphones zu finden. Die Reaktion von Apple würde jeden deutschen Datenschutzbeauftragten ergrauen lassen: das wisse man, aber man werde Carrier IQ bei einem der nächsten Updates ändern. Immerhin wurde großzügig eingeräumt, dass das Speichern sämtlicher SMS bei Carrier IQ nicht beabsichtigt sei – dies sei eine »Panne beim Programmieren«. Wann die »Panne« behoben wird, wurde noch nicht gesagt. (eh)
Das Bild geisterte seinerzeit durch viele Gazetten mit keinerlei Hinweis, dass es ein offizielles PR-Foto seitens Apple ist, moniert die »Deutsche Mittelstands Nachrichten«. Das Blatt geht zur Recht darauf ein, dass Apple vor allem in den USA wohl viele Journalisten im Laufe ihres Berufslebens, vor allem zu Studentenzeiten, gesponsert hat – und diese es halt einfach nun »vergessen« haben, die wirkliche Quelle anzugeben.
Das PR-Foto entstand an der Universität Missouri offensichtlich mit Statisten. Viele Universitäten in den USA lassen sich aufgrund von Geldmangels sponsern, eben u.a. auch von Apple. Tatsächlich versteht es Apple mit solchen viralen Marketing-Kampagnen gut, sich in den Köpfen der zukünftigen Karrierepersonen festzusetzen.
Kaum erwähnt wird dagegen in der breiten Medienberichterstattung in den USA, dass Apple gerade 60 Gerichtsklagen von iPhone-Anwendern auf dem Tisch hat, weil auf dem Smartphone die Spionage-Software »Carrier IQ« installiert ist. Diese Software ist freilich auch auf anderen Smartphones zu finden. Die Reaktion von Apple würde jeden deutschen Datenschutzbeauftragten ergrauen lassen: das wisse man, aber man werde Carrier IQ bei einem der nächsten Updates ändern. Immerhin wurde großzügig eingeräumt, dass das Speichern sämtlicher SMS bei Carrier IQ nicht beabsichtigt sei – dies sei eine »Panne beim Programmieren«. Wann die »Panne« behoben wird, wurde noch nicht gesagt. (eh)
Engelbert Hoermannsdorfer,
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