Stresstest für europäische Banken könnte zu negativen Überraschungen führen

Kategorie: US-Markt News | DAX - MDAX - TecDAX News | Gerüchte | Deutschland, Europa | Institutionelle - Investoren/Investmentbanken | Top-Artikel | Datum: 15.07.2010

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New York (BoerseGo.de) - In Europa werden offenbar elf Banken den geforderten Bedingungen für die vor der Veröffentlichung anstehenden Stresstests durch die Europäische Union nicht entsprechen. Dies berichtete vergangenen Mittwoch der US-Nachrichtensender CNBC unter Berufung auf den Macquarie Securities-Strategen Alessandro Roccati. Danach gebe es eine Reihe von Banken deren Kapitaldecken für das zugrunde gelegte Stresstest-Szenario als unzureichend zu bezeichnen sind. Unter den als unsicher geltenden Kanditaten würden sich sämtliche griechische Banken, die deutschen Institute Commerzbank und Postbank, die italienische Banco Popolare sowie die spanischen Institute Bankinter und Sabadell befinden. Jedoch gebe es keine große Wahrscheinlichkeit, dass eine größere Zahl von Banken den Stresstests nicht entspricht. Trotz der voraussichtlichen Beschwichtigungen dürften sich die Zweifel über die Verfassung des europäischen Bankensektors nicht in Luft auflösen. Von den 46 von der Europäischen Union getesteten börsennotierten Banken dürften elf Institute über keine ausreichende Kapitaldecke verfügen. Einschließlich der nicht börsennotierten insgesamt 91 umfassenden Geldhäuser vergrößere sich die Zahl der mit unzureichenden Kapitaldecken ausgestatteten Finanzkonzerne. Die Hauptsorge gelte derzeit den Kreditkosten und weniger einem möglichen Entgang von Einnahmen infolge eines Konjunkturabschwungs. Für die europäische Banken sei zum Bestehen des Stresstests vermutlich eine Mindest-Tier-1-Kapitalausstattung von 6 Prozent gefordert. Das derzeitige Regelwerk fordere nur eine Mindest-Tier-1-Kapitalausstattung von 4 Prozent. Jene Banken, die den Stresstest nicht bestehen dürften zur Auffüllung ihrer Kapitaldecken über genügend Zeit erhalten. Dadurch sei die Notwendigkeit kurzfristiger Geldbeschaffungen durch Schuldemissionen als unwahrscheinlich zu erachten. Falls die Rekapitalisierung notleidender Banken scheitert oder deren Finanzierung durch Regierungen nicht möglich ist müsse als Retter die Europäische Union einspringen. Trotz der Sorgen über den europäische Bankensektor gebe es hier einige Favoriten. Dazu würden unter anderem BNP Paribas, UBS, SEB, DnB NOR, Nordea und Erste Bank zählen, heißt es weiter in dem Bericht.

Bild: ©iStockphoto.com/Nikada

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Christoph Huber,
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