New York (BoerseGo.de) - Der seit sieben Jahren im Aufwärtstrend befindliche Goldpreis wird nach Einschätzung von Analysten, Investoren und Händlern weiter an Wert gewinnen. Nachdem Gold im Vorjahr unter den Edelmetallen die beste Performance erreichte sei davon auszugehen, dass dieses von Investoren weiter als sicherer Hafen und Inflationsschutz gegenüber den aggressiven Leitzinsenkungen und Finanzspritzen weltweiter Notenbanken angesehen wird. Wie aus einer von Bloomberg erhobenen Umfrage weiter hervorgeht, dürfte sich der Preis für das Edelmetall im laufenden Jahr bei durchschnittlich 910 Dollar je Unze bewegen. Dies entspreche gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 4,3 Prozent.
Für die Notierungen zu Silber, Platin und Palladium rechnen dagegen die Befragten mit Rückgängen. Der Silberpreis könnte von 15 Dollar in 2008 auf durchschnittlich 12 Dollar sinken. Für das vor allem durch die Autoindustrie nachgefragte Platin sei ein Preisrückgang von 1.574 Dollar in 2008 auf durchschnittlich 975 Dollar wahrscheinlich. Palladium könnte von 350,90 Dollar in 2008 auf durchschnittlich 220 Dollar sinken. Die Underperformance dieser Edelmetalle erkläre sich aus der stärkeren Abhängigkeit zur Industrienachfrage bzw. Konjunkturentwicklung.
Der Goldpreis dürfte dagegen durch die erneute kräftige Leitzinssenkung der US-Notenbank auf nahezu Null eine Stärkung erhalten haben, zumal durch diese Maßnahme rund 29 Milliarden Dollar für Veranlagungen freigemacht worden sind.
Gemäß dem Strategen Frederic Panizzutti vom schweizerischen Edelmetallhandelshaus MKS Finance fürchten sich die Leute vor der Kreditkrise und damit verbundenen möglichen Währungsverlusten. Gold sei die perfekte Absicherung gegenüber diesen Risiken. Er geht davon aus, dass der Goldpreis während der ersten Jahreshälfte auf über 900 Dollar je Unze steigt.
Der Goldpreis erreichte mit seinen Anstiegen der vergangenen sieben Jahre die längste anhaltende Aufwärtsbewegung seit mindestens 1949. Zwar hat sich Gold in Dollar gerechnet im Vorjahr mit einem Plus von 5,8 Prozent zwar nur mit dem geringsten Zuwachs seit 2004 verteuert, doch stellte sich nach Umrechnung in Euro ein Zuwachs von 11 Prozent ein. Im Wechselkursvergleich mit dem britischen Pfund schoss der Goldpreis sogar um 44 Prozent nach oben.
Der Gold Fields Mineral Service-Chairman Philip Klapwijk sieht den Goldpreis im laufenden Jahr sogar auf ein neues Allzeithoch steigen. Es gebe die Möglichkeit eines Vertrauenskollapses in den US-Dollar. In 2010 sei in den USA ein Szenario für eine Inflation von 10 Prozent in Betracht zu ziehen.
Christoph Huber,
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