Stiglitz: Angst vor Staatspleite der USA und von Großbritannien unsinnig

Kategorie: US-Markt News | Deutschland, Europa | Trackbox US | Top-Artikel | Datum: 09.02.2010

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New York (BoerseGo.de) - Die an den Finanzmärkten ins Spiel gebrachte Möglichkeit einer Zahlungsunfähigkeit der USA oder von Großbritannien kommt einem abstrusen Gedanken gleich. Dies erklärte gemäß einem Bericht von Bloomberg der frühere Ökonomie-Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz im Rahmen einer vortägigen Rede in London. Beide Länder verdienen die Aufrechthaltung ihres “Aaa”-Kreditratings, zumal die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls als gering einzuschätzen ist. Besonders gelte dies für die USA, da durch die Möglichkeit des Gelddruckens die Voraussetzungen für Zurückzahlungen gegeben sind. Der Gedanke eines Zahlungsausfalls sei eine weitere in den Finanzmärkten zur Berücksichtigung gebrachte Lächerlichkeit. “Was wir benötigen ist eine zweite Runde an Stimulierungen. Falls wir nicht in dieser Hinsicht handeln, wird das hohe Schuldenniveau zur Belastung für die Wirtschaft”. Für Europa fordert der Experte etwas mehr Solidarität hinsichtlich der in Finanznöten befindlichen Länder. Im übrigen würden sich die Finanzmärkte noch immer mit sehr großen Unebenheiten konfrontiert sehen. Obwohl die Banken Gewinne generieren falle deren Kreditvergabe sehr gering aus. In den Geldhäusern hänge eine Menge vom Ausgang spekulativer Arbitrage-Geschäften ab. Die Aussichten für eine Erholung des Bankensystems stünden sehr schlecht, führte Stiglitz weiter aus.
Bild: ©www.flickr.com/apesphere

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Über den Autor:

Christoph Huber,
Redakteur

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