Der iPhone-Schöpfer Apple hat für die Inhalte der Apps rigide Geschäftsbedingungen diktiert – und setzt sie auch gnadenlos um. Das erfuhr gerade der »Stern« mit seiner Verlags-App Stern.de. Die hat Apple wegen einer Erotik-Art-Fotostrecke übernacht aus dem Programm geworfen. Ohne Vorwarnung.

Zu viel Sex auf Stern.de? (Bild: Stern.de)
Apple konnte das in der Tat tun, die Geschäftsbedingungen lassen das wegen der »No-Nudity«-Regel zu. Juristisch ist alles in Butter. Die Stern.de-Redaktion ist vor allem über die Vorgehensweise stocksauer. Eine kleine Vorwarnung hätten sich die Macher der Erfolgs-App – Stern.de gilt als die erfolgreichste deutsche Verlags-App – schon gewünscht. Dann hätte man proaktiv reagieren können.
Die Frage bleibt freilich, wie man zukünftig mit News umgeht, die Sex oder gar einen Tick Porno zum Nachrichteninhalt haben. In der Medienszene wird auf den Super Bowl 2004 verwiesen, auf dem Justin Timberlake der Gesangspartnerin Janet Jackson ihr Bustier derart aufriss, dass eine Brustwarze der Sängerin zu sehen war. Das war damals der News-Knüller und Topp-Klick-Bringer entsprechender Portale. Nach dem Stern.de-Fall müssten ähnliche News heutzutage für die iPhone-App gesperrt werden.
Da müsste Bild.de eigentlich fast einen zusätzlichen App-Redakteur als Sex-Filter einstellen, denn auch dort plant man den Auftritt im iTunes-Store. Stern.de lässt heute verlauten, dass eine neue App im iTunes-Store zum Download parat liegt – vermutlich mit eingebauter neuer Porno-Zensur. (eh)
Engelbert Hoermannsdorfer,
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Kommentare (1)
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Reife_Frucht schrieb am 27.11.09 um 11:25 Uhr:
"Da müsste Bild.de eigentlich fast einen zusätzlichen App-Redakteur als Sex-Filter einstellen"
Haha, kann man sich dafür bewerben?