Star-Ökonom sieht zu Griechenland Sparplan scheitern und mögliche Pleite

Kategorie: US-Markt News | Deutschland, Europa | Trackbox US | Top-Artikel | Datum: 17.03.2010

New York (BoerseGo.de) - Zum Sparplan von Griechenland sieht der bekannte Ökonom und Universitätsprofessor Martin Feldstein ein Scheitern vorprogrammiert. Für das von der Pleite bedrohte Land sei zur Bewältigung seiner Finanzkrise ein Ausscheiden aus der Gemeinschaftswährung erforderlich. Der Gedanke, dass Griechenland innerhalb von zwei Jahren von einem 12 Prozent-Defizit auf ein 3 Prozent-Defizit herunter kommt entspreche eher dem Reich der Fantasie. Es gebe daher nur die Möglichkeiten einer Pleite oder eines Ausscheidens aus der Eurozone. In Griechenland würde eine Fortsetzung der Kürzungswelle mit noch mehr Widerstand und einer noch höheren Arbeitslosigkeit einhergehen. Der jüngste Rückgang der Renditen für griechische Staatsanleihen stehe nur in Verbindung mit den Jubelmeldungen der europäischen Politiker. Griechenland müsse zur Bewältigung der Krise letztendlich Alternativen finden und möglicherweise einen schonenden Weg in die Pleite in Betracht ziehen. Diese Möglichkeit könnte das Überzeugen der Investoren einschließen, fällige Anleihen gegen langfristig niedrig verzinste Vermögenswerte einzutauschen. Eine weitere Option bestehe im Verlassen der Eurozone, um danach abzuwerten und nach Lösung der fiskalen Probleme in den gemeinsamen Währungsraum zurückzukehren. In diesem Fall habe das Land die Chance seine Exporte anzukurbeln. Der andere Weg erfordere Kürzungen von Ausgaben und Löhnen sowie Anhebungen von Steuern. “Ich bin mir aber nicht sicher, ob mit beiden Möglichkeiten eine gute Lösung des Problems gegeben ist”. Eine Rettungsaktion stelle vermutlich eine relativ schmerzlose Lösung dar. Diese Strategie stoße jedoch auf Widerstand unter der Wählerschaft und riskiere das Erfordernis eines Hilfseinsatzes für ein anderes in ähnlichen Schwierigkeiten befindlichen Landes, führte Feldstein gemäß einem Bericht von Bloomberg weiter aus.
Bild: ©iStockphoto.com/Petros Tsonis

Diskussion zu diesem Artikel:

  • 1

    kodex-18 schrieb am 17.03.10 um 22:38 Uhr:

    Griechenland sollte man wachrütteln. Dauernd auf Pump Leben kann nicht gut gehen, jetzt sind die Bürger auf Widerstand um mal kürzer zu treten zu müssen. Für mich unverständlich der Widerstand, auch unverständlich das Beamtenstatus ganz auf hochen Ross aufgebaut hatten. Das Land verfügt nur Agrarr und Tourismus als BIP. Sehr wenig im Gegensatz zu das was sich so Leisten.
    Mfg

Über den Autor:

Christoph Huber,
Redakteur

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