New York (BoerseGo.de) - Der positive Jahresauftakt an den Aktienmärkten hat dazu geführt, dass viele Markt-Pessimisten ihre Prognosen überdenken und ihre Haltung ändern. Der S&P 500-Index hat alleine in den letzten knapp sechs Wochen um fast sieben Prozent zugelegt. Selbst der für seine düsteren Prognosen bekannte US-Ökonom Nouriel Roubini wechselt ins Bullenlager. Der Finanzexperte empfiehlt seinen Anlegern, aktuell Aktien überzugewichten. Insbesondere rät er zum Kauf von Technologie-Aktien. Allerdings ist Roubini nur bis zur Jahresmitte 2012 optimistisch gestimmt. In den nächsten Monaten werden die Aktienmärkte von der Geldpolitik der Fed und der EZB angetrieben werden. Das historische Niedrigzinsniveau wird Anleger in ihrem Bestreben nach Rendite in die Aktienmärkte treiben, so Roubini.
Jedoch geht der Ökonom davon aus, dass der S&P 500 zum Jahresende bei 1.300 notieren wird und damit niedriger als im Vorjahr. Langfristig sind die Probleme nicht vom Tisch, die Finanzspritzen lösen nicht die Haushaltsprobleme der Länder. "Die Staatsschulden können entweder abgeschrieben, inflationiert oder deflationiert werden", so Roubini. Auch die Gewinne werden meiner Ansicht nach in der zweiten Jahreshälfte enttäuschen. Auch was die Schaffung neuer Stellen angeht, zeigt er sich besorgt. Wir hören zwar bessere Arbeitsmarktdaten, aber bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze tut sich nichts", so Roubini.
Christian Hoyer,
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